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AKTION
STOLPERSTEINE 2006-2008 |
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Einleitung: Mit der Aktion Stolpersteine,
die von dem deutschen Bildhauer Gunter Demnig ins Leben gerufen worden
ist, wird dieser Gedanke nun am 14. August 2006 in die Tat umgesetzt.
Die Basis zur Verwirklichung dieses Projektes wurde durch einen einstimmigen
Beschluss Seit der ersten derartigen Aktion 1997 in Berlin hat Gunter Demnig in Deutschland bereits mehr als 7.000 Stolpersteine vor den Wohnhäusern der Opfer im Gehsteig verlegt. Für sein humanitäres Engagement wurde dem Künstler im Jahre 2005 durch Bundespräsident Horst Köhler der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Verlegung der Stolpersteine in der Stadt Mödling ist die erste große Aktion in Niederösterreich und gemeinsam mit einem ähnlichen Projekt in Oberösterreich nur einige Tage zuvor das erste derartige Vorhaben innerhalb Österreichs. Mödling, am 14. August 2006
Stolpersteine gegen
das Vergessen Am 14. August 2006 wurden im Mödlinger Stadtgebiet 14 Steine zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Diese Stolpersteine im optischen Sinn wurden vor den letzten Wohnhäusern im Gehsteig verlegt und geben Auskunft über den Namen und das Schicksal jener Menschen, die aus Mödling wegen rassischer, religiöser oder politischer Gründen vertrieben und getötet wurden. Die Aktion "Stolpersteine" wurde von dem deutschen Bildhauer Gunter Demnig 1997 ins Leben gerufen. Bisher hat er in Deutschland über 8.000 Steine verlegt, die Aktion in Mödling war gemeinsam mit Braunau einige Tage vorher das erste derartige Vorhaben in Österreich. "Durch die Stolpersteine werden die einzelnen Lebensgeschichten und Schicksale greifbarer und ganz konkret", weiß Gunter Demnig aus seinen Erfahrungen zu berichten. Seine Stolpersteine seien aber nicht nur ein wichtiger Schritt gegen das Vergessen sondern auch eine Ehrung dieser Menschen, "denn wer die Inschrift auf den Steinen lesen möchte, muss vor den Opfern eine Verbeugung machen".
Mit dabei am 14. August 2006 war auch der in London lebende Peter Gieler. Seinen Eltern war noch rechtzeitig die Flucht aus Österreich gelungen. Seine Großeltern und sein Onkel wurden am Beginn der 1940er Jahre nach Treblinka bzw. Opole deportiert. "Die Stolpersteine sind zwar kein Grabstein aber ein sichtbares Zeichen, dass meine Familie hier gelebt hat", kann der Schuldirektor für sich nun einen wichtigen Teil seiner Vergangenheit abschließen.
"Ich bin sehr stolz, einer Stadt vorstehen zu dürfen, in der es für die Aktion Stolpersteine einen Konsens über alle Parteien hinweg gegeben hat", erklärte Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner die Position der Stadt Mödling, die mit einem einstimmigen Beschluss des Mödlinger Gemeinderates auch die finanzielle Basis für das Projekt gelegt hatte. So wurden zehn Steine durch Mittel der Stadt, vier Steine durch private Sponsoren finanziert.
Die Idee zur Durchführung der Aktion Stolpersteine war bereits 2003 anlässlich der Feierlichkeiten zur 1100-Jahr-Feier der Stadt Mödling, zu der auch ehemalige jüdische MitbürgerInnen aus der ganzen Welt eingeladen worden waren, entstanden. "Die Aktion Stolpersteine ist ein Versuch, unseren ehemaligen MitbürgerInnen wieder einen Platz in ihrer einstigen Heimatstadt zurückzugeben", so STR a.D. Mag. Bernhard Knipel und GR Mag. Gerhard Wannenmacher im Namen der Initiatorengruppe.
Nach der Verlegung der 14 Stolpersteine, 13 für ehemalige jüdische MitbürgerInnen, einer für die katholische Ordensfrau Helene Kafka "Restituta", hatten die Stadtgemeinde Mödling, die Initiatoren sowie das Thermenklinikum zu einer Gedenkveranstaltung in das Landeskrankenhaus geladen. Mit Beiträgen der Stadtvertreter, der Initiatoren, des Bildhauers, der Hartmannschwestern mit Generaloberin SR Hilda Daurer, der Pfarrer Richard Posch, Josef Denkmayr und Klaus Heine, der Israelitischen Kultusgemeinde vertreten durch Generalsekretär Mag. Raimund Fastenbauer, des Stadttheaters Mödling mit Intendant Bruno Max sowie Peter Gieler wurde zum Abschluss der Aktion Stolpersteine ein gemeinsames deutliches Zeichen gegen das Vergessen gesetzt.
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