Naturerleben in Mödling

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Unsere aktuellsten Beiträge zum Nachlesen:

Stadtgärtnerei bereitet große Frühlings-Auspflanzung vor

Durchforstungs- und Pflegearbeiten für Waldökoprojekt

Blühendes Niederösterreich: Silberne Rose für Mödling

Mödling ist Niederösterreichs "baumfreundlichste Gemeinde"

Eichkogel-Exkursion im Gedenken an Prof. Walter Redl

Steinzeitliches Naturdenkmal "Geradfrucht Hornköpfchen"

Wald-Ökoprojekt: Stadtwald ist im Gemeinde-GIS erfasst

Krainer Steinschafe und ein Esel pflegen grasend den Eichkogel

Masterarbeit beschreibt Wechselwirkung Baumscheiben/Bäume

Große Umfrage zu NutzerInnen-Interessen im Stadtwald

Gemeinde und Arge Chance arbeiten im Naturschutzgebiet

Zu dichter Schwarföhrenbestand im Brentenmais gelichtet

zu den älteren Beiträgen der Vielfalt-Leben-Initiative


Stadtgärtnerei vor Frühlings-Auspflanzung

Die Vorbereitungen für den Beginn der Frühjahrsauspflanzung laufen in der Stadtgärtnerei auf Hochtouren. Gärtnerei-Chef Norbert Rauch und sein Team freuten sich kürzlich über den Besuch des verantwortlichen Forst-Stadtrates DI Dr. Leopold Lindebner und Edith Mayer von der Personalvertretung.

„Derzeit werden bereits die Blumen für die Frühjahrs-Auspflanzung vorbereitet, vor allem etwa 10.000 Stück Stiefmütterchen und Primeln. 10.000 Blumenzwiebeln von Narzissen und Tulpen wurden bereits im Herbst gepflanzt und strecken bereits Ihre ersten Triebe ans Licht“, erklärte Rauch.

140226auspflanzung_fruehjahr.jpgStadtgärtnerei-Chef Norbert Rauch (4.v.r.) freute sich mit dem Team der Mödlinger Stadtgärtnerei über den Besuch von STR Leopold Lindebner (3.v.r.) und Personalvertreterin Edith Mayer (2.v.l.).

30.000 Einzelblumen werden ausgepflanzt
In den Glashäusern hat der Sommer bereits Einzug gehalten. Aus Samen und Jungpflanzen wird der Blütenflor für den Sommer herangezogen. Die wichtigsten Blühpflanzen sind das fleißige Lieschen, Begonien, Pelargonien, Salbei und Tagetes. In Summe werden im Stadtgebiet im Sommer 30.000 Einzelblumen ausgesetzt.

Vor dem Aussetzen wird jedes Beet gefräst, eingeebnet und die Pflanzen nach Verteilung, Zahl und Farbe so gesetzt, dass optisch ein attraktives Erscheinungsbild entsteht. Die Beete werden nach Bedarf gegossen und mindestens einmal im Monat gejätet. Auf Pflanzenschutzmittel wird bewusst verzichtet.

Gartenstadt Mödling
Die Stadtgärtnerei der Stadt Mödling betreut im gesamten Stadtgebiet eine Grünfläche von ca. 300 000 Quadratmetern, ca. 5800 Stadtbäume, 33 Blüh- und Prachtbeete, 17 Wildstaudenbeete, 210 Tröge und 311 Blumenkisten. 2013 hat die Stadt Mödling im Rahmen der Aktion „Blühendes Niederösterreich“ für ihr Stadtgrün die „Silberne Rose“ als Auszeichnung erhalten.

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Durchforstung des Stadtwaldes wird fortgesetzt.

In der laufenden Winterperiode werden wieder Durchforstungs- und Pflegearbeiten im Rahmen des Mödlinger Waldökoprojektes in Zusammenarbeit mit dem Institut für Waldbau der Universität für Bodenkultur, Wien durchgeführt. Im Einzelnen wird am oberen Dreistunden-Weg im Hanggelände mit einem Seilkran eine Fläche von rund eineinhalb Hektar bearbeitet.

Weiter wird eine Fläche von vier Hektar im Bereich des Mittelweges/Breite Föhre mit einem Klein-Harvester (Holz-Erntemaschine) durchforstet. In beiden Bereichen ist es notwendig die Forstwege auf Dauer der Forstarbeiten zu sperren. Die zu sperrenden Abschnitte werden gekennzeichnet, es erfolgt eine Information vor Ort zu den Forstmaßnahmen.

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Mit dem Harvester wird der Bestand im Stadtwald durchforstet.
Mit den geplanten Arbeiten werden zu dicht stehende Schwarzföhrenbestände aufgelichtet. Jeder zu entnehmende Stamm wurde gekennzeichnet, es dürfen nur diese Stämme entnommen werden. Zur Förderung des Bodenlebens und der Humusbildung werden Äste und Wipfelstücke in den Flächen belassen.

Wichtiger Kleinstlebensraum
Diese Totholzsortimente sind wichtiger Kleinlebensraum für seltene Käferarten wie Bock- und Prachtkäfer, für Ameisen, Holzwespen und verschiedene Pilzarten. Die sich ansiedelnden Insekten sind wiederum Nahrungsquelle für viele im Wald lebende Vogelarten.

Mit der Durchforstung der Bestände entsteht weiter eine Stabilisierung und Vitalisierung der verbleibenden Stämme, da diese durch Erhöhung des Standraumes des Einzelbaumes bessere Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden.

Das geerntete Holz wird als Waldhackgut im EVN Heizwerk der Stadt Mödling zur Erzeugung von Natur-Wärme und Öko-Strom verwendet und dient damit der Versorgung der Mödlinger Haushalte mit nachwachsender Energie aus der eigenen Region.

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Platz 2 in der Kategorie der größten Gemeinden in NÖ.

Wieder geht eine wichtige Auszeichnung im Bereich Grünraumgestaltung und Naturschutz an die Stadtgemeinde Mödling. Nach dem ersten Platz als „Baumfreundlichste Gemeinde Niederösterreichs“ darf sich Mödling nun über die „Silberne Rose“ von „Blühendes Niederösterreich“ freuen.

Bereits im Sommer dieses Jahres waren vier ExpertInnen der NÖ Landwirtschaftskammer in vielen Gemeinden und Städten Niederösterreichs unterwegs um für diese Aktion Eindrücke zu sammeln und Bewertungen abzugeben. Die Stadt Mödling durfte sich am Ende über den hervorragenden zweiten Platz in der Kategorie 3 (Gemeinden über 3001 EinwohnerInnen) freuen.

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Gärtnermeister Norbert Rauch, Forst-Stadtrat Leopold Lindebner und Stadtchef Hans Stefan Hintner (v.r.) durften sich jüngst über zwei hohe Auszeichnungen für die Umwelt- und Lebensqualität in der Gartenstadt Mödling freuen!

Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner gratulierte Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner, dem Chef der Mödlinger Stadtgärtnerei und des Forstbetriebes, am 25. September sehr herzlich zu den Preisverleihungen. „Nach der vor wenigen Tagen erhaltenen Auszeichnung zur baumfreundlichsten Gemeinde in Niederösterreich ist die Ehrung von ‚Blühendes Niederösterreich‘ die zweite schöne Bestätigung für die Qualität der Gartenstadt Mödling!“, freuten sich die Stadtpolitiker.

Beurteilungs-Kriterien von „Blühendes Niederösterreich“

  • Die Art der Park- und Grünanlagen, ihr Pflegezustand und der Freizeitwert dieser Anlagen
  • Die Fremdenverkehrseinrichtungen im Zusammenhang mit dem Blumenschmuck
  • Die private Mitarbeit von Bürgern im Bereich der Anlagepflege (zB. Baumscheiben,..) und der Blumenschmuck an privaten Häusern.
  • Die Wohnqualität im Zusammenhang mit Grünraum

Linktipp: http://www.bluehendesnoe.at/

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Trockenstaudenbeete - hier Ecke Technikerstraße/Guntramsdorfer Straße - sind ein gutes Beispiel der innovativen GärtnerInnen-Arbeit der Stadtgemeinde Mödling.

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Mödling gewinnt Preis in größter Gemeinde-Kategorie.

Im Rahmen des NÖ Baumtages wurden am 20. September im festlichen Rahmen des Casinos Baden auch die „Baumfreundlichsten Gemeinden“ Niederösterreichs ausgezeichnet. Landesrat Dr. Stephan Pernkopf konnte dabei in drei Gemeindegrößen-Kategorien die Marktgemeinde Piesting sowie die Stadtgemeinden Neulengbach und Mödling als Gewinner des Wettbewerbs auszeichnen und die Ehrenplaketten überreichen.

LR Pernkopf wies in seiner Gratulationsrede an die Gemeinde-VertreterInnen auf die besondere Rolle des Baumschutzes für den Klimaschutz hin und dankte allen, die an dieser Entwicklung in den Kommunen maßgeblich mitarbeiten. Alle ausgezeichneten Gemeinden durften sich zusätzlich zur Prämierung über Gutscheine für die Evaluierung ihrer Baumkataster freuen.

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Gratulation an die baumfreundlichste Gemeinde Niederösterreichs (v.l): LR Stephan Pernkopf gratulierte BGM Hans Stefan Hintner, STR Leo Lindebner und Norbert Rauch. 

Für die Stadtgemeinde Mödling nahmen Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner, Forst-Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner sowie Gärtnerei-Chef Gärtnermeister Nobert Rauch die Auszeichnung entgegen. „Mödling ist seit Jahren Vorreiter in Sachen Baumschutz. Mittels digitalem Kataster überwachen wir professionell die Vitalität der Bäume und bieten zudem sogar kostenlose Beratungen für Private im Rahmen unserer bewährten Baumpartnerschaften an“, nannte Stadtchef Hintner die Hauptgründe für die Auszeichnung.

Unterstützung für engagierte Gemeinden
„Wir unterstützen die niederösterreichischen Gemeinden bei ihren Bemühungen für Aufbau und Erhaltung eines vitalen Baumbestands unter anderem durch geförderte Seminare zur Jungbaumpflege“, zeigt sich Landesrat Dr. Stephan Pernkopf auch von der Initiative „plant for the planet“, vertreten durch die Baum- und Klimabotschafterin Hannah Manak, angetan. Schüler und Jugendliche unterstützen dabei das Ziel der Vereinten Nationen, weltweit mindestens eine Milliarde Bäume zu pflanzen, um dem Klimawandel entgegen zu wirken.

Auch in den drei Siegergemeinden sind seit dem ersten NÖ Baumtag im Jahr 2001 insgesamt 1.050 Jungbäume gepflanzt worden. Eine 80 Jahre alte Buche speichert so viel CO2 wie bei Verbrennen von 333 Litern Heizöl ausgestoßen wird. Somit bringen die langfristige Erhaltung des Altbaumbestandes, aber auch regelmäßige Ersatzpflanzungen und zusätzliche Neupflanzungen neben positiven Effekten für das Lokalklima durch Verdunstung und Sauerstoffproduktion einen Zusatznutzen für den Klimaschutz.

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Exkursion im Gedenken an Walter Redl.

Der NÖ Naturschutzbund und der Naturschutzverein Schöffel luden am 22. Juni zu einer Exkursion im Gedenken an Prof. Walter Redl, den "Retter des Eichkogels". Prof. Wolfgang Adler und Gudrun Foelsche führten dabei die NaturliebhaberInnen, unter ihnen auch Mödlings Forst-Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner (Bildmitte), über das Naturjuwel, das sich in schönster Blütenpracht und einem Reichtum an seltenen Schmetterlingen, Käfern, Wildbienen, Heuschrecken und vielen mehr präsentierte.

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Zahlreiche TeilnehmerInnen besuchten mit Wolfgang Adler (r.) und STR Leopold Lindebner (6.v.l.) das Naturjuwel im Gedenken an den „Eichkogel-Retter“ Prof. Walter Redl.

Bemerkenswert war das große Interesse der Teilnehmer der botanischen Exkursion, die sich trotz der Hitze nicht beeinträchtigen ließen!

Zum Mödlinger Eichkogel

Das Naturschutzgebiet Eichkogel ist trotz seiner geringen Grösse von knapp 68 ha und aufgrund seines landschaftlichen Reizes und seiner Flora und Fauna von internationaler Bedeutung.

Seine Fels- und Waldsteppen, seine artenreichen Saumgesellschaften und seine Trocken- und Halbtrockenrasen sind ein Lebensraum mit einer Entwicklung über Jahrtausende, der seltene, wärme- und trockenheitsliebende Tier- und Pflanzenarten beherbergt.

Dass der Eichkogel nicht verbaut wurde, ist dem entschlossenen Widerstand von Prof. Walter Redl und dem Naturschutzverein Schöffel zu verdanken.

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Dank der Stadt für Pflege des „Hornköpfchens“!

Ein herzliches Dankeschön für die Pflege des Mödlinger Naturdenkmals und Naturjuwels „Geradfrucht Hornköpfchen“ sagten Mödlings Forst-Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner und Mag. Gudrund Foelsche vom Eichkogelkreis am 17. April Karin Jalits vom BPI Mödling.

Dank der aufopfernden und guten Pflege von Frau Jalits, tatkräftig unterstützt von der Mödlinger Stadtgärtnerei unter Führung von Norbert Rauch, hat das Hornköpfchen auch heuer genügend Lebensraum gefunden um seine seltene und zarte Pracht entfalten zu können.

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Auf einer ehemaligen Laufbahn wird eines der letzten Habitate des jungsteinzeitlichen Naturdenkmals Hornköpfchen von Hand gepflegt. v.l.: Gudrun Foelsche, Karin Jalits, Norbert Rauch, Leopold Lindebner, Ulla Freilinger und Jürgen Sauerzopf. 

„Der Boden muss von Hand aufbereitet werden und Grasbüschel und Moose vorsichtig entfernt werden um der Pflanze genügend Luft und Boden zum Atmen und Wachsen geben zu können“, freute sich Karin Jalits über das gute Gedeihen ihrer Schützlinge. Das Hahnenfußgewächs blüht im zeitigen Vorfrühling, bringt innerhalb weniger Wochen seine charakteristischen, gehörnten Früchtchen zur Reife und stirbt dann ab.

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Als Dankeschön für die aufopfernde Pflege der Pflanze seit rund vier Jahren überreichten STR Leopold Lindebner und Gudrun Foelsche (r.) Karin Jalits ein Eichkogel-Buch. Aufgeschlagen ist auf unserem Bild natürlich die entsprechende Seite mit dem blühenden Hornköpfchen

Naturdenkmal „Geradfrucht-Hornköpfchen“

An der Straßenböschung am nördlichen Fuß des Eichkogels unweit des BPI Mödling wächst das Geradfrucht-Hornköpfchen (Ceratocephala orthoceras). Dieses winzige einjährige Pflänzchen, ein turanisch-orientalisches Florenelement der westasiatischen Steppen, hat hier in Mödling einen der beiden letzten Fundpunkte in Österreich und beinahe in ganz Mitteleuropa.

Der einzige andere österreichische Fundort des vom Aussterben bedrohten Winzlings liegt auf einer Straßenböschung bei Jois im Nord-Burgenland, die leider vor einigen Jahren widerrechtlich verändert wurde, was den Hornköpfchen-Standort beinahe zerstört hätte. Noch vor etlichen Jahren hat das Hornköpfchen auf seinem winzigen Wuchsort in Mödling reichlich geblüht.

In der letzten Zeit ist der Bestand leider zurückgegangen, heuer scheint es sich zum Glück - dank der engagierten Unterstützung von Karin Jalits und dem Einsatz der Mödlinger Stadtgärtnerei - wieder erholt zu haben. Vermutlich wird das Hornköpfchen aber auch weiterhin nur mit naturschützerischer Nachhilfe überleben können.

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Kurz vor dem Öffnen zeigt die Pflanze das namensgebende "Hornköpfchen".

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Stadtwald ist im Gemeinde-GIS erfasst!

Das Mödlinger Geografische Informationssystem (GIS) ermöglicht es, Naturstandsdaten (wie etwa der Verlauf des Kanalsystems, die Standorte der öffentlichen Beleuchtung oder von Wasserzählern, Daten des Flächenwidmungs- und Bebauungsplan und vieles mehr) auf Knopfdruck abzurufen.

Was bisher vor allem für den Hoch- und Tiefbau von Bedeutung war, kommt nun auch dem Mödlinger Stadtwald zugute. Denn relevante Daten, die im Rahmen des Wald-Ökoprojektes erfasst wurden, sind nun ebenfalls elektronisch gespeichert und jederzeit einsehbar. Dies betrifft vor allem die umfangreichen Erhebungen zur Zusammensetzung der Waldgesellschaften und die daraus ableitbaren Pflege- und Forstmaßnahmen.

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v.l.: Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler, STR Dr. Leopold Lindebner, Dr. Ulla Freilinger vom Umweltamt, GIS-Expertin DI Marita Widmann und Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner betrachten die elektronisch erfassten Daten zum Mödlinger Stadtwald. 

Ebenfalls im GIS gespeichert: Alle Naturdenkmäler, die Naturschutzgebiete, die Natura 2000-Richtlinien sowie die Landschaftsschutzgebiete der Stadt. „Ich danke unserem Stadtrat Leo Lindebner sehr herzlich für sein großes Engagement um die Natur in der Stadt Mödling. Zusammen mit dem ausgewiesenen Experten, Prof. Eduard Hochbichler von der Universität für Bodenkultur, hat er mit dem Wald-Ökoprojekt die besten Voraussetzungen zur Erhaltung unseres Stadtwaldes geschaffen“, so Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner.

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Krainer Steinschafe und ein Esel am Eichkogel.

Bei strömendem Regen kämpfte sich eine kleine Delegation der Stadtgemeinde Mödling unter Führung von Forst-Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner am 25. Juli auf den Mödlinger Eichkogel, um Schäfer Erich Frank mit dessen Krainer Steinschafen und Esel-Dame Esther persönlich willkommen zu heißen.

Begleitet wurde er dabei von Mag. Gudrun Foelsche vom Eichkogel-Kreis, Stadtgärtnermeister Norbert Rauch mit Stellvertreterin DI Elisabeth Gruber sowie einer Abordnung Mödlinger Jung-Feuerwehrleute, die die Aktion ebenfalls unterstützen werden.

Krainer Steinschafe und ein Esel beweiden den Eichkogel
v.l.: Sebastian, Erich Frank, Leopold Lindebner, Norbert Rauch, Tobias, Manuel und Gudrun Foelsche bei den Krainer Steinschafen und Eseldame Esther.

„Die Schafe sind erst vor kurzem angekommen und wichtiger Teil des Pflegeprogrammes, das von der Naturschutzbehörde des Landes Niederösterreich mit unabhängigen wissenschaftlichen Experten ausgearbeitet wurde“, erklärte Dr. Lindebner.

„Die Schafe werden mit der sogenannten Mosaikbeweidung jeweils für einige Tage Stück für Stück festgelegte Flächen des Eichkogels abgrasen, damit sich auf diesen Flächen die Pflanzen erholen können und Tiere wieder einwandern können“, erläuterte Gudrun Foelsche.

Schäfer Erich Frank zeigte sich besonders gespannt auf den erstmaligen Einsatz seiner Eselin Esther: „Esel haben ein anderes Grasverhalten als Schafe. Das erstmalige gemeinsame Grasen von Schafen und Eseln ist ein wissenschaftlich abgesegneter Feldversuch am Eichkogel und wird uns wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft liefern!“

Hunde bitte unbedingt an die Leine!

Obwohl im Naturschutzgebiet Eichkogel strenge Leinenpflicht besteht, ist es im Vorjahr immer wieder zur Problemen mit freilaufenden Hunden gekommen, die die Schafe bedrängt und gehetzt haben. „Ich darf alle HundebesitzerInnen ersuchen, die Leinenpflicht strikt zu beachten. Freilaufende Hunde bedeuten für die Schafe enormen Stress, der im schlimmsten Fall sogar letal enden kann“, appelliert Dr. Lindebner an die Hunde-HalterInnen, die am Eichkogel spazieren gehen.

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Masterarbeit zum Thema Baumscheiben/Bäume

Bäume sind das prägende grüne Erscheinungsbild einer Stadt und tragen messbaren zur mikroklimatischen Verbesserung des urbanen Umfeldes bei. Häufig jedoch leiden vor allem Straßenbäume unter den mannigfachen urbanen Stressfaktoren wie Abgasen, Bodenverdichtung oder mechanischen Beschädigungen.

„Für unsere Straßenbäume sind die oft knapp bemessenen Baumscheiben die einzige Möglichkeit für Bodenluftaustausch sowie die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser“, kennt STR Dr. Leopold Lindebner die Probleme rund um die richtige Gestaltung und Pflege des Lebensraumes unserer Straßenbäume.

Baumscheiben-Gestaltung.
Stauden und Sträucher eignen sich am besten zur Bepflanzung der Baumscheiben und bieten Stadtbäumen den meisten Schutz – so das Ergebnis der Masterarbeit von Irene Großfurtner (l.), die sie gemeinsam mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Florin Florineth (r.) den VertreterInnen der Stadtgemeinde Mödling mit Dr. Leopold Lindebner (2.v.l.) und Dr. Ulla Freilinger vom Umweltamt (2.v.r.) am 13. Juni präsentierte. 

Die Stadtgemeinde Mödling setzt daher unterschiedliche Maßnahmen, um die Bedingungen für unsere Stadtbäume zu verbessern. In diesem Zusammenhang steht auch die Masterarbeit von Irene Großfurtner, die ihre Diplomarbeit am Institut für Ingenieurbiologie an der Universität für Bodenkultur der richtigen Gestaltung von Baumscheiben gewidmet hat. Mit ihrem Betreuer Univ. Prof. Dr. Florin Florineth präsentierte sie am 13. Juni Mödlings Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner und den zuständigen MitarbeiterInnen der Stadtgärtnerei am Wirtschaftshof die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Ergebnisse der Untersuchungen

In der Masterarbeit wurden 99 Bäume mit unterschiedlich gestalteten und bepflanzten Baumscheiben untersucht.

Dabei zeigte sich, dass jene Baumscheiben, die mit Stauden bepflanzt sind, kaum Verdichtungen im Oberboden aufweisen. Die Bäume befanden sich zudem in einem durchwegs guten Zustand. Auch Stammschäden durch mechanische Beeinträchtigungen sowie Verunreinigungen durch Hundeurin traten bei Baumscheiben mit Staudenbepflanzung wesentlich seltener auf.
Mit Ziergehölzen umpflanzte Baumstämme wiesen teilweise leichte mechanische Schäden am Stamm als Folge von Strauchschnittmaßnahmen auf.

Unbepflanzte oder mit Gräsern bepflanzte Baumscheiben waren generell erheblich stärker verunreinigt als jene mit Stauden oder Ziergehölzen. In Baumscheiben mit Grasbewuchs waren durch das häufige Mähen deutlich mehr Stammschäden zu finden. Von starker oberflächlicher Verdichtung waren vorwiegend Baumscheiben ohne Bepflanzung betroffen.

„Die Ergebnisse der Masterarbeit zeigen, dass wir in Mödling auf einem guten Weg sind und alles unternehmen, um unseren wertvollen Stadtbäumen möglichst ideale Lebensbedingungen und die richtige Pflege zukommen zu lassen“, so Dr. Lindebner, der allen Beteiligten für ihren Einsatz rund um das städtische Grün herzlich dankte.

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Erholungswert und abwechslungsreiche Naturräume.

Das Mödlinger Wald-Ökoprojekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die große Artenvielfalt im Mödlinger Stadtwald zu pflegen und zu erhalten. Eine wichtige Rolle kommt dabei aber auch den unterschiedlichen Nutzungsinteressen zu. So hat der Mödlinger Forst neben seiner Funktion als Ökosystem durch seine unmittelbare Nähe zum urbanen Gebiet auch vielfältigen Erholungsansprüchen der Bevölkerung zu dienen.

Ein Projekt des Waldökoprojektes, das mit der Universität für Bodenkultur durchgeführt wird, hat sich mit den Interessen der FreizeitnutzerInnen im Mödlinger Stadtwald auseinander gesetzt. 76 Personen wurden in den vergangenen Monaten zu verschiedenen Jahreszeiten im Mödlinger Stadtwald nach ihren Vorstellungen zum Wald und seinen Funktionen befragt.

Umfrage zum Wald-Ökoprojekt präsentiert
v.l.: Prof. Dr. Eduard Hochbichler (l.) und STR Dr. Leopold Lindebner (r.) präsentierten die Umfrage zur Nutzung des Mödlinger Stadtwaldes am 14. März. Dr. Ulla Freilinger vom Umweltamt und Gärtnermeister Norbert Rauch (2. und 3. v.l.) gehören dem Team an, das die Maßnahmen des Wald-Ökoprojektes umsetzt.

Präsentiert wurden die Ergebnisse von Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler und Stadtrat Dr. Leopold Lindebner am 14. März am Mödlinger Wirtschaftshof. Dabei zeigten sich grundsätzlich viele Übereinstimmungen der Wünsche aus der Bevölkerung mit jenen Zielen, die von Experten, dem Mödlinger Waldbeirat sowie nationalen und internationalen Naturschutzrichtlinien formuliert wurden.

Baumbestand: Abwechslung von Besuchern gewünscht!
So wünschen sich die BesucherInnen etwa einen möglichst mehrschichtigen und abwechslungsreichen Waldaufbau mit vielen unterschiedlichen Baumarten, die sich selbst verjüngen sollen. Dies entspricht auch den Zielen des Wald-Ökoprojektes, das in weiten Bereichen des Forstes die natürlichen Waldgesellschaften, d.h. jene Pflanzen, die von sich aus wachsen, fördern will.

In den Wald kommen die BesucherInnen vorwiegend zum Wandern und Spazieren (59%) oder zu Erholungszwecken (13%). Diverse Sportarten (Radfahren, Laufen usw.) nehmen insgesamt einen Anteil von 22% ein. Nur 5% kommen in den Wald, um ihren Hund auszuführen.

Die Vegetation betreffend stehen Laub- und Nadelbäume bei den BesucherInnen gleich hoch im Kurs, während offene und helle deutlich dichten und geschlossenen Wäldern vorgezogen werden. Die Mödlinger Schwarzföhre ist mit 19% der beliebteste Baum der WaldbesucherInnen, dicht gefolgt von Buche, Eiche und Linde mit jeweils um die 15%. Die Wald-BesucherInnen selbst kommen zu 35% aus Wien und zu 29% aus der Stadt Mödling.

Die überwiegende Mehrzahl ist über 40 Jahre alt, wobei auf die Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren 45% und auf jene ab 60 Jahren 32% entfallen. Fast die Hälfte der WaldnutzerInnen reist mit dem Auto an, 33% kommen zu Fuß, 12% mit dem Fahrrad und 11% mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

NutzerInnen-Konflikte ausgleichen
„Die Besucherinnen und Besucher des Mödlinger Stadtwaldes schätzen den hohen Erholungswert unserer Natur und erfreuen sich an der Vielfalt unserer Wälder. Damit befinden Sie sich grundsätzlich im Einklang mit den ökologischen Zielen für das Mödlinger Waldgebiet“, freut sich STR Dr. Leopold Lindebner über die positiven Resultate der Umfrage.

Dort, wo Nutzungskonflikte möglich sind, soll noch mehr Aufklärung und Information Abhilfe schaffen. Denn wer sich im Wald aufhält, sollte respektieren, dass er den Lebensraum anderer betritt und achtsam mit Pflanzen und Tieren umgehen.

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Schwendemaßnahmen von Gemeinde mit ARGE Chance

Um die Rasenflächen und die zahlreichen kleinräumigen ökologischen Nischen des Mödlinger Eichkogels vor dem Zuwachsen zu bewahren, müssen regelmäßig Schnittmaßnahmen durchgeführt und Buschwerk entfernt werden. Wann und wo dies geschehen soll, wird von der Naturschutzbehörde sowie dem wissenschaftlichen Beirat des Eichkogelkreises festgelegt.

Da derzeit nicht genügend Geldmittel seitens der Naturschutzbehörde zur Verfügung gestellt werden, hat sich die Stadtgemeinde Mödling bereit erklärt, auf Ersuchen des Eichkogelkreises einige Arbeiten mit eigenem Personal und auf eigene Kosten durchzuführen. Unterstützung hat man sich dabei von der Arge Chance und deren Mitarbeitern des Mödlinger Ökogartens geholt.

Schwendemaßnahmen am Eichkogel
STR Dr. Leopold Lindebner, Gärtnerei-Chef Norbert Rauch (5.u.6.v.r.) und die MitarbeiterInnen der Stadtgemeinde Mödling sowie Johannes Kleedorfer, Leiter des Ökogartens der Arge Chance, und sein Team führten Mitte Februar dringend notwenige Schwendemaßnahmen im Naturschutzgebiet Eichkogel durch.

„Der Eichkogel und seine europaweit unvergleichliche Artenvielfalt liegen der Stadtgemeinde Mödling sehr am Herzen“, erklärt Stadtrat Dr. Leopold Lindebner das Engagement der Gemeinde. Außerdem wolle man mit diesem Einsatz auch das großartige ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Naturschutzorganisationen vom Schöffelverein über den Eichkogelkreis bis hin zur Berg- und Naturwacht honorieren, so Lindebner.

Linktipp: http://www.argechance.at/ 

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Zu dichter Schwarföhrnbestand ausgelichtet

Das von der Stadtgemeinde Mödling gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur und dem Waldbeirat erarbeitete Mödlinger Waldökoprojekt verfolgt das Ziel eines stabilen, vitalen und artenreichen Waldes mit hohem Erholungswert und hoher Attraktivität für Freizeitnutzer.

Der Stadtwald der Stadtgemeinde Mödling hat eine Fläche von rund 350 Hektar. Mödling ist damit jene Bezirksstadt in Niederösterreich mit der größten gemeindeeigenen Waldfläche und einem Waldflächenanteil am Gemeindegebiet von knapp 40 Prozent. Durch behutsame Pflegeingriffe soll über einen Zeitraum von mehreren Jahren eine Heranführung an die in diesem Gebiet natürlich vorkommenden Waldgesellschaften erfolgen.

Durchforstung im Brentenmais.
Stadtrat Dr. Leopold Lindebner (2.v.l.) koordiniert die Waldpflegearbeiten im Rahmen des Mödlinger Wald-Ökoprojektes. Derzeit wird der zu dichte Schwarzkiefernbestand im Brentenmais durch die Entnahme ausgesuchter Stämme ausgelichtet.

Etwa 40 Prozent werden Schwarzföhrenbestände einnehmen, etwa 60 Prozent werden als wärmeliebende Laubmischwaldgesellschaften, teils mit einzelnen Nadelhölzern, das Landschaftsbild prägen. Zwei kleinere Flächenteile, wo auch bisher keine Erholungsnutzung erfolgt, werden sich selbst überlassen.

Auslichtung eines Schwarföhrenbestandes
Großer Wert wird auf den Verbleib von liegendem und stehendem Totholz gelegt, da viele Arten an Pilzen, Käfern, Ameisen, Vögeln, etc. auf diese Kleinlebensräume angewiesen sind und Totholz den Humusaufbau unterstützt. Ein Pflegeingriff erfolgt derzeit im Brentenmais. Dort wird ein zu dicht stehender Schwarzföhrenbestand aufgelichtet, sodass die verbleibenden Stämme größere Baumkronen entwickeln können und die Einzelstämme dadurch mehr Standfestigkeit und mehr Vitalität aufbauen können.

Am Waldboden, wo bisher nur Nadelstreu zu sehen war, wird sich Bodenvegetation ansiedeln, das Bodenleben der abermillionen Mikroorganismen wird aktiviert, der Nährstoffkreislauf wird angekurbelt. Dadurch wird die Artenvielfalt dieses Bestandes stark zunehmen. Als Nebeneffekt kann nachwachsendes Energieholz erzeugt werden, welches im EVN-Kraftwerk zu ökologischem Strom und umweltgerechter Wärme für Mödlinger Haushalte umgewandelt wird.


 

 

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