Naturerleben in Mödling

Eichkogel Schafbeweidung 
Mödlings einzigartige Naturräume schützen und bewahren:
Beweidung des Naturschutzgebietes Eichkogel mit Krainer Steinschafen.


Die Aktivitäten im Überblick:

Steinzeitliches Naturdenkmal "Geradfrucht Hornköpfchen"

Wald-Ökoprojekt: Stadtwald ist im Gemeinde-GIS erfasst

Krainer Steinschafe und ein Esel pflegen grasend den Eichkogel

Masterarbeit beschreibt Wechselwirkung Baumscheiben/Bäume

Große Umfrage zu NutzerInnen-Interessen im Stadtwald

Gemeinde und Arge Chance arbeiten im Naturschutzgebiet

Zu dichter Schwarföhrenbestand im Brentenmais gelichtet

Je vier "Wald-Elmayer"-Bücher für Mödlings Volksschulen

Schützen wir gemeinsam unsere "Klimaanlage Wald"

Totholz für den auf der "roten Liste" stehenden Hirschkäfer

Waldschutz-Organe sorgen für besseres Miteinander im Wald

"Reparatur" für wertvolle Feuchtzone im Prießnitzal gestartet!

Auftakt-Veranstaltung mit Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf

Energie aus Mödling für Mödling mit Nutzung der Wald-Biomasse

Respektiere Deine Grenzen: Menschen sind nur Gast im Wald!

Mödling - Das botanische und zoologische Herzen Europas


Dank der Stadt für Pflege des „Hornköpfchens“!

Ein herzliches Dankeschön für die Pflege des Mödlinger Naturdenkmals und Naturjuwels „Geradfrucht Hornköpfchen“ sagten Mödlings Forst-Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner und Mag. Gudrund Foelsche vom Eichkogelkreis am 17. April Karin Jalits vom BPI Mödling.

Dank der aufopfernden und guten Pflege von Frau Jalits, tatkräftig unterstützt von der Mödlinger Stadtgärtnerei unter Führung von Norbert Rauch, hat das Hornköpfchen auch heuer genügend Lebensraum gefunden um seine seltene und zarte Pracht entfalten zu können.

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Auf einer ehemaligen Laufbahn wird eines der letzten Habitate des jungsteinzeitlichen Naturdenkmals Hornköpfchen von Hand gepflegt. v.l.: Gudrun Foelsche, Karin Jalits, Norbert Rauch, Leopold Lindebner, Ulla Freilinger und Jürgen Sauerzopf. 

„Der Boden muss von Hand aufbereitet werden und Grasbüschel und Moose vorsichtig entfernt werden um der Pflanze genügend Luft und Boden zum Atmen und Wachsen geben zu können“, freute sich Karin Jalits über das gute Gedeihen ihrer Schützlinge. Das Hahnenfußgewächs blüht im zeitigen Vorfrühling, bringt innerhalb weniger Wochen seine charakteristischen, gehörnten Früchtchen zur Reife und stirbt dann ab.

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Als Dankeschön für die aufopfernde Pflege der Pflanze seit rund vier Jahren überreichten STR Leopold Lindebner und Gudrun Foelsche (r.) Karin Jalits ein Eichkogel-Buch. Aufgeschlagen ist auf unserem Bild natürlich die entsprechende Seite mit dem blühenden Hornköpfchen

Naturdenkmal „Geradfrucht-Hornköpfchen“
An der Straßenböschung am nördlichen Fuß des Eichkogels unweit des BPI Mödling wächst das Geradfrucht-Hornköpfchen (Ceratocephala orthoceras). Dieses winzige einjährige Pflänzchen, ein turanisch-orientalisches Florenelement der westasiatischen Steppen, hat hier in Mödling einen der beiden letzten Fundpunkte in Österreich und beinahe in ganz Mitteleuropa.

Der einzige andere österreichische Fundort des vom Aussterben bedrohten Winzlings liegt auf einer Straßenböschung bei Jois im Nord-Burgenland, die leider vor einigen Jahren widerrechtlich verändert wurde, was den Hornköpfchen-Standort beinahe zerstört hätte. Noch vor etlichen Jahren hat das Hornköpfchen auf seinem winzigen Wuchsort in Mödling reichlich geblüht.

In der letzten Zeit ist der Bestand leider zurückgegangen, heuer scheint es sich zum Glück - dank der engagierten Unterstützung von Karin Jalits und dem Einsatz der Mödlinger Stadtgärtnerei - wieder erholt zu haben. Vermutlich wird das Hornköpfchen aber auch weiterhin nur mit naturschützerischer Nachhilfe überleben können.

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Kurz vor dem Öffnen zeigt die Pflanze das namensgebende "Hornköpfchen".

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Stadtwald ist im Gemeinde-GIS erfasst!

Das Mödlinger Geografische Informationssystem (GIS) ermöglicht es, Naturstandsdaten (wie etwa der Verlauf des Kanalsystems, die Standorte der öffentlichen Beleuchtung oder von Wasserzählern, Daten des Flächenwidmungs- und Bebauungsplan und vieles mehr) auf Knopfdruck abzurufen.

Was bisher vor allem für den Hoch- und Tiefbau von Bedeutung war, kommt nun auch dem Mödlinger Stadtwald zugute. Denn relevante Daten, die im Rahmen des Wald-Ökoprojektes erfasst wurden, sind nun ebenfalls elektronisch gespeichert und jederzeit einsehbar. Dies betrifft vor allem die umfangreichen Erhebungen zur Zusammensetzung der Waldgesellschaften und die daraus ableitbaren Pflege- und Forstmaßnahmen.

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v.l.: Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler, STR Dr. Leopold Lindebner, Dr. Ulla Freilinger vom Umweltamt, GIS-Expertin DI Marita Widmann und Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner betrachten die elektronisch erfassten Daten zum Mödlinger Stadtwald. 

Ebenfalls im GIS gespeichert: Alle Naturdenkmäler, die Naturschutzgebiete, die Natura 2000-Richtlinien sowie die Landschaftsschutzgebiete der Stadt. „Ich danke unserem Stadtrat Leo Lindebner sehr herzlich für sein großes Engagement um die Natur in der Stadt Mödling. Zusammen mit dem ausgewiesenen Experten, Prof. Eduard Hochbichler von der Universität für Bodenkultur, hat er mit dem Wald-Ökoprojekt die besten Voraussetzungen zur Erhaltung unseres Stadtwaldes geschaffen“, so Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner.

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Krainer Steinschafe und ein Esel am Eichkogel.

Bei strömendem Regen kämpfte sich eine kleine Delegation der Stadtgemeinde Mödling unter Führung von Forst-Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner am 25. Juli auf den Mödlinger Eichkogel, um Schäfer Erich Frank mit dessen Krainer Steinschafen und Esel-Dame Esther persönlich willkommen zu heißen.

Begleitet wurde er dabei von Mag. Gudrun Foelsche vom Eichkogel-Kreis, Stadtgärtnermeister Norbert Rauch mit Stellvertreterin DI Elisabeth Gruber sowie einer Abordnung Mödlinger Jung-Feuerwehrleute, die die Aktion ebenfalls unterstützen werden.

Krainer Steinschafe und ein Esel beweiden den Eichkogel
v.l.: Sebastian, Erich Frank, Leopold Lindebner, Norbert Rauch, Tobias, Manuel und Gudrun Foelsche bei den Krainer Steinschafen und Eseldame Esther.

„Die Schafe sind erst vor kurzem angekommen und wichtiger Teil des Pflegeprogrammes, das von der Naturschutzbehörde des Landes Niederösterreich mit unabhängigen wissenschaftlichen Experten ausgearbeitet wurde“, erklärte Dr. Lindebner.

„Die Schafe werden mit der sogenannten Mosaikbeweidung jeweils für einige Tage Stück für Stück festgelegte Flächen des Eichkogels abgrasen, damit sich auf diesen Flächen die Pflanzen erholen können und Tiere wieder einwandern können“, erläuterte Gudrun Foelsche.

Schäfer Erich Frank zeigte sich besonders gespannt auf den erstmaligen Einsatz seiner Eselin Esther: „Esel haben ein anderes Grasverhalten als Schafe. Das erstmalige gemeinsame Grasen von Schafen und Eseln ist ein wissenschaftlich abgesegneter Feldversuch am Eichkogel und wird uns wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft liefern!“

Hunde bitte unbedingt an die Leine!
Obwohl im Naturschutzgebiet Eichkogel strenge Leinenpflicht besteht, ist es im Vorjahr immer wieder zur Problemen mit freilaufenden Hunden gekommen, die die Schafe bedrängt und gehetzt haben. „Ich darf alle HundebesitzerInnen ersuchen, die Leinenpflicht strikt zu beachten. Freilaufende Hunde bedeuten für die Schafe enormen Stress, der im schlimmsten Fall sogar letal enden kann“, appelliert Dr. Lindebner an die Hunde-HalterInnen, die am Eichkogel spazieren gehen.

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Masterarbeit zum Thema Baumscheiben/Bäume

Bäume sind das prägende grüne Erscheinungsbild einer Stadt und tragen messbaren zur mikroklimatischen Verbesserung des urbanen Umfeldes bei. Häufig jedoch leiden vor allem Straßenbäume unter den mannigfachen urbanen Stressfaktoren wie Abgasen, Bodenverdichtung oder mechanischen Beschädigungen.

„Für unsere Straßenbäume sind die oft knapp bemessenen Baumscheiben die einzige Möglichkeit für Bodenluftaustausch sowie die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser“, kennt STR Dr. Leopold Lindebner die Probleme rund um die richtige Gestaltung und Pflege des Lebensraumes unserer Straßenbäume.

Baumscheiben-Gestaltung.
Stauden und Sträucher eignen sich am besten zur Bepflanzung der Baumscheiben und bieten Stadtbäumen den meisten Schutz – so das Ergebnis der Masterarbeit von Irene Großfurtner (l.), die sie gemeinsam mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Florin Florineth (r.) den VertreterInnen der Stadtgemeinde Mödling mit Dr. Leopold Lindebner (2.v.l.) und Dr. Ulla Freilinger vom Umweltamt (2.v.r.) am 13. Juni präsentierte. 

Die Stadtgemeinde Mödling setzt daher unterschiedliche Maßnahmen, um die Bedingungen für unsere Stadtbäume zu verbessern. In diesem Zusammenhang steht auch die Masterarbeit von Irene Großfurtner, die ihre Diplomarbeit am Institut für Ingenieurbiologie an der Universität für Bodenkultur der richtigen Gestaltung von Baumscheiben gewidmet hat. Mit ihrem Betreuer Univ. Prof. Dr. Florin Florineth präsentierte sie am 13. Juni Mödlings Stadtrat DI Dr. Leopold Lindebner und den zuständigen MitarbeiterInnen der Stadtgärtnerei am Wirtschaftshof die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Ergebnisse der Untersuchungen
In der Masterarbeit wurden 99 Bäume mit unterschiedlich gestalteten und bepflanzten Baumscheiben untersucht.

Dabei zeigte sich, dass jene Baumscheiben, die mit Stauden bepflanzt sind, kaum Verdichtungen im Oberboden aufweisen. Die Bäume befanden sich zudem in einem durchwegs guten Zustand. Auch Stammschäden durch mechanische Beeinträchtigungen sowie Verunreinigungen durch Hundeurin traten bei Baumscheiben mit Staudenbepflanzung wesentlich seltener auf.
Mit Ziergehölzen umpflanzte Baumstämme wiesen teilweise leichte mechanische Schäden am Stamm als Folge von Strauchschnittmaßnahmen auf.

Unbepflanzte oder mit Gräsern bepflanzte Baumscheiben waren generell erheblich stärker verunreinigt als jene mit Stauden oder Ziergehölzen. In Baumscheiben mit Grasbewuchs waren durch das häufige Mähen deutlich mehr Stammschäden zu finden. Von starker oberflächlicher Verdichtung waren vorwiegend Baumscheiben ohne Bepflanzung betroffen.

„Die Ergebnisse der Masterarbeit zeigen, dass wir in Mödling auf einem guten Weg sind und alles unternehmen, um unseren wertvollen Stadtbäumen möglichst ideale Lebensbedingungen und die richtige Pflege zukommen zu lassen“, so Dr. Lindebner, der allen Beteiligten für ihren Einsatz rund um das städtische Grün herzlich dankte.

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Erholungswert und abwechslungsreiche Naturräume.

Das Mödlinger Wald-Ökoprojekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die große Artenvielfalt im Mödlinger Stadtwald zu pflegen und zu erhalten. Eine wichtige Rolle kommt dabei aber auch den unterschiedlichen Nutzungsinteressen zu. So hat der Mödlinger Forst neben seiner Funktion als Ökosystem durch seine unmittelbare Nähe zum urbanen Gebiet auch vielfältigen Erholungsansprüchen der Bevölkerung zu dienen.

Ein Projekt des Waldökoprojektes, das mit der Universität für Bodenkultur durchgeführt wird, hat sich mit den Interessen der FreizeitnutzerInnen im Mödlinger Stadtwald auseinander gesetzt. 76 Personen wurden in den vergangenen Monaten zu verschiedenen Jahreszeiten im Mödlinger Stadtwald nach ihren Vorstellungen zum Wald und seinen Funktionen befragt.

Umfrage zum Wald-Ökoprojekt präsentiert
v.l.: Prof. Dr. Eduard Hochbichler (l.) und STR Dr. Leopold Lindebner (r.) präsentierten die Umfrage zur Nutzung des Mödlinger Stadtwaldes am 14. März. Dr. Ulla Freilinger vom Umweltamt und Gärtnermeister Norbert Rauch (2. und 3. v.l.) gehören dem Team an, das die Maßnahmen des Wald-Ökoprojektes umsetzt.

Präsentiert wurden die Ergebnisse von Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler und Stadtrat Dr. Leopold Lindebner am 14. März am Mödlinger Wirtschaftshof. Dabei zeigten sich grundsätzlich viele Übereinstimmungen der Wünsche aus der Bevölkerung mit jenen Zielen, die von Experten, dem Mödlinger Waldbeirat sowie nationalen und internationalen Naturschutzrichtlinien formuliert wurden.

Baumbestand: Abwechslung von Besuchern gewünscht!
So wünschen sich die BesucherInnen etwa einen möglichst mehrschichtigen und abwechslungsreichen Waldaufbau mit vielen unterschiedlichen Baumarten, die sich selbst verjüngen sollen. Dies entspricht auch den Zielen des Wald-Ökoprojektes, das in weiten Bereichen des Forstes die natürlichen Waldgesellschaften, d.h. jene Pflanzen, die von sich aus wachsen, fördern will.

In den Wald kommen die BesucherInnen vorwiegend zum Wandern und Spazieren (59%) oder zu Erholungszwecken (13%). Diverse Sportarten (Radfahren, Laufen usw.) nehmen insgesamt einen Anteil von 22% ein. Nur 5% kommen in den Wald, um ihren Hund auszuführen.

Die Vegetation betreffend stehen Laub- und Nadelbäume bei den BesucherInnen gleich hoch im Kurs, während offene und helle deutlich dichten und geschlossenen Wäldern vorgezogen werden. Die Mödlinger Schwarzföhre ist mit 19% der beliebteste Baum der WaldbesucherInnen, dicht gefolgt von Buche, Eiche und Linde mit jeweils um die 15%. Die Wald-BesucherInnen selbst kommen zu 35% aus Wien und zu 29% aus der Stadt Mödling.

Die überwiegende Mehrzahl ist über 40 Jahre alt, wobei auf die Altersgruppe zwischen 40 und 60 Jahren 45% und auf jene ab 60 Jahren 32% entfallen. Fast die Hälfte der WaldnutzerInnen reist mit dem Auto an, 33% kommen zu Fuß, 12% mit dem Fahrrad und 11% mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

NutzerInnen-Konflikte ausgleichen
„Die Besucherinnen und Besucher des Mödlinger Stadtwaldes schätzen den hohen Erholungswert unserer Natur und erfreuen sich an der Vielfalt unserer Wälder. Damit befinden Sie sich grundsätzlich im Einklang mit den ökologischen Zielen für das Mödlinger Waldgebiet“, freut sich STR Dr. Leopold Lindebner über die positiven Resultate der Umfrage.

Dort, wo Nutzungskonflikte möglich sind, soll noch mehr Aufklärung und Information Abhilfe schaffen. Denn wer sich im Wald aufhält, sollte respektieren, dass er den Lebensraum anderer betritt und achtsam mit Pflanzen und Tieren umgehen.

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Schwendemaßnahmen von Gemeinde mit ARGE Chance

Um die Rasenflächen und die zahlreichen kleinräumigen ökologischen Nischen des Mödlinger Eichkogels vor dem Zuwachsen zu bewahren, müssen regelmäßig Schnittmaßnahmen durchgeführt und Buschwerk entfernt werden. Wann und wo dies geschehen soll, wird von der Naturschutzbehörde sowie dem wissenschaftlichen Beirat des Eichkogelkreises festgelegt.

Da derzeit nicht genügend Geldmittel seitens der Naturschutzbehörde zur Verfügung gestellt werden, hat sich die Stadtgemeinde Mödling bereit erklärt, auf Ersuchen des Eichkogelkreises einige Arbeiten mit eigenem Personal und auf eigene Kosten durchzuführen. Unterstützung hat man sich dabei von der Arge Chance und deren Mitarbeitern des Mödlinger Ökogartens geholt.

Schwendemaßnahmen am Eichkogel
STR Dr. Leopold Lindebner, Gärtnerei-Chef Norbert Rauch (5.u.6.v.r.) und die MitarbeiterInnen der Stadtgemeinde Mödling sowie Johannes Kleedorfer, Leiter des Ökogartens der Arge Chance, und sein Team führten Mitte Februar dringend notwenige Schwendemaßnahmen im Naturschutzgebiet Eichkogel durch.

„Der Eichkogel und seine europaweit unvergleichliche Artenvielfalt liegen der Stadtgemeinde Mödling sehr am Herzen“, erklärt Stadtrat Dr. Leopold Lindebner das Engagement der Gemeinde. Außerdem wolle man mit diesem Einsatz auch das großartige ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Naturschutzorganisationen vom Schöffelverein über den Eichkogelkreis bis hin zur Berg- und Naturwacht honorieren, so Lindebner.

Linktipp: http://www.argechance.at/ 

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Zu dichter Schwarföhrnbestand ausgelichtet

Das von der Stadtgemeinde Mödling gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur und dem Waldbeirat erarbeitete Mödlinger Waldökoprojekt verfolgt das Ziel eines stabilen, vitalen und artenreichen Waldes mit hohem Erholungswert und hoher Attraktivität für Freizeitnutzer.

Der Stadtwald der Stadtgemeinde Mödling hat eine Fläche von rund 350 Hektar. Mödling ist damit jene Bezirksstadt in Niederösterreich mit der größten gemeindeeigenen Waldfläche und einem Waldflächenanteil am Gemeindegebiet von knapp 40 Prozent. Durch behutsame Pflegeingriffe soll über einen Zeitraum von mehreren Jahren eine Heranführung an die in diesem Gebiet natürlich vorkommenden Waldgesellschaften erfolgen.

Durchforstung im Brentenmais.
Stadtrat Dr. Leopold Lindebner (2.v.l.) koordiniert die Waldpflegearbeiten im Rahmen des Mödlinger Wald-Ökoprojektes. Derzeit wird der zu dichte Schwarzkiefernbestand im Brentenmais durch die Entnahme ausgesuchter Stämme ausgelichtet. 

Etwa 40 Prozent werden Schwarzföhrenbestände einnehmen, etwa 60 Prozent werden als wärmeliebende Laubmischwaldgesellschaften, teils mit einzelnen Nadelhölzern, das Landschaftsbild prägen. Zwei kleinere Flächenteile, wo auch bisher keine Erholungsnutzung erfolgt, werden sich selbst überlassen.

Auslichtung eines Schwarföhrenbestandes
Großer Wert wird auf den Verbleib von liegendem und stehendem Totholz gelegt, da viele Arten an Pilzen, Käfern, Ameisen, Vögeln, etc. auf diese Kleinlebensräume angewiesen sind und Totholz den Humusaufbau unterstützt. Ein Pflegeingriff erfolgt derzeit im Brentenmais. Dort wird ein zu dicht stehender Schwarzföhrenbestand aufgelichtet, sodass die verbleibenden Stämme größere Baumkronen entwickeln können und die Einzelstämme dadurch mehr Standfestigkeit und mehr Vitalität aufbauen können.

Am Waldboden, wo bisher nur Nadelstreu zu sehen war, wird sich Bodenvegetation ansiedeln, das Bodenleben der abermillionen Mikroorganismen wird aktiviert, der Nährstoffkreislauf wird angekurbelt. Dadurch wird die Artenvielfalt dieses Bestandes stark zunehmen. Als Nebeneffekt kann nachwachsendes Energieholz erzeugt werden, welches im EVN-Kraftwerk zu ökologischem Strom und umweltgerechter Wärme für Mödlinger Haushalte umgewandelt wird.


Gutes Benehmen in der Natur schützt Flora und Fauna!

Ein ganz besonders liebevoll gemachtes Kinderbuch ist in Kooperation mit dem Umwelt-Ministerium zum Internationalen Jahr des Waldes erschienen. Der „Wald-Elmayer“ von Österreichs Benimm-Papst Thomas Schäfer-Elmayer und Illustratorin Friederike Großekettler gibt einen fein bebilderten Überblick der wichtigsten Regeln zum Schutz von Tier- und Pflanzenwelt.

Mödlings Forst-Stadtrat Dr. Leopold Lindebner konnte dieser Tage insgesamt 16 Exemplare an Mödlings Volksschulen verteilen. „Je vier Bücher werden unseren Volksschulen für die Bibliotheken und natürlich für den lebendigen Wald-Unterricht zur Verfügung gestellt“, freute sich Lindebner.

Übergabe der Wald-Elmayers in der Lowatschek-Volksschule.
Der „Wald-Elmayer“ ist ab sofort auch in der Schulbibliothek der Harald Lowatschek-Volksschule zu finden: STR Verena Schwendemann, BGM Hans Stefan Hintner, STR Leopold Lindebner, Dir. Grete Pearson und Martin Czeiner (v.l.) mit SchülerInnen der Harald Lowatschek-Volksschule.

Gemeinsam mit Stadtchef Hans Stefan Hintner, Schul- und Familien-Stadträtin Verena Schwendemann sowie Abteilungsleiter Martin Czeiner wurden die ersten Exemplare am 14. September an Direktorin Grete Pearson von der Harald Lowatschek-Volksschule übergeben.

„Im Wald sind wir Menschen nur Gäste im Lebensraum unserer Tiere und Pflanzen. Das Buch zeigt auf spielerischer Art und Weise, wie man sich respektvoll verhält und die wunderbare Natur trotzdem genießen kann“, so Lindebner.

Linktipp: http://www.annettebetz.de/index.php?isbn=219114201&phd=1

Schüzten wir unsere "Klimaanlage Wald"

Internationales Jahr des Waldes. Wenn es in der Stadt richtig heiß wird, bietet der nahe Wald Schatten und Abkühlung. Die Bäume und Pflanzen wirken wie eine Klimaanlage und sorgen für angenehme Temperaturen und Wohlbefinden. „In der Stadt Mödling können wir uns glücklich schätzen, direkt vor unserer Haustüre die grüne Lunge des Wienerwaldes mit einer intakten Natur vorzufinden“, so STR Dr. Leopold Lindebner.

Als Forstexperte und zuständiger Stadtrat weiß er um die große Bedeutung des Mödlinger Stadtwaldes für die Lebensqualität aller Mödlingerinnen und Mödlinger. Die uns umgebende Natur braucht aber sorgfältige Pflege und Schutz. Anlässlich des Internationalen Jahr des Waldes hat die Stadt daher mit dem Wald-Ökoprojekt ein international beachtetes Programm gestartet.

Schwendemaßnahmen
Schwendemaßnahmen „Mit Experten und der Naturschutzbehörde des Landes werden alle Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet Eichkogel abgestimmt“, so STR Dr. Leopold Lindebner (2.v.r.). So etwa auch die Schwendemaßnahmen, die durch die gezielte Entfernung von Sträuchern und Gebüsch zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen.

Durchgeführt von Experten der Universität für Bodenkultur unter der Leitung von Prof. Eduard Hochbichler sollen im Rahmen dieses Projektes die unterschiedlichen Anforderungen an den Mödlinger Stadtwald – vom Naturschutz über die Freizeitnutzung bis zur Waldbewirtschaftung – vereinbar gemacht werden. Ein Waldbeirat, der sich aus engagierten Mödlinger BürgerInnen zusammensetzt, begleitet alle Entwicklungsschritte.

Blick
Föhrenberge Direkt nach dem Aquädukt und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mödlinger Stadtzentrum öffnet sich die wildromantische Landschaft des Klausentals mit wunderbaren Möglichkeiten zum Spazieren und Wandern. Geprägt wird die Landschaft von den Schwarzföhren, die auch dem Naturpark ihren Namen gaben, und von eindrucksvollen Baudenkmälern wie dem Husarentempel oder der Burgruine Mödling.

„Es ist ein großes Privileg, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer so wunderbaren Naturlandschaft wie dem Wienerwald zu leben. Als Stadt nehmen wir unsere Aufgaben zur Erhaltung der vielfältigen Natur gerne wahr. Es sind aber auch alle Waldnutzerinnen und Waldnutzer aufgerufen, sich verantwortungsvoll in unseren Naturräumen zu bewegen, denn im Wald sind wir nur Gäste und sollten uns dementsprechend verhalten“, bittet STR Lindebner. Neben dem Wald-Ökoprojekt und seinen Schwerpunkten im Naturschutz gibt es eine Vielzahl von Schutzprogrammen, die auch den Mödlinger Stadtwald betreffen.

Hier eine kleine Zusammenstellung nach dem Motto
Was ist ein …

  • LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIET? Das sind Gebiete, die eine hervorragende landschaftliche Schönheit oder Eigenart aufweisen, als charakteristische Kulturlandschaft von Bedeutung sind oder in besonderem Maße der Erholung der Bevölkerung oder dem Fremdenverkehr dienen. Das Landschaftsschutzgebiet „Wienerwald“ reicht über den Anningerforst bis weit in die Stadt hinein (Enzersdorfer Straße - Innenstadt – Neusiedlerstraße - Guntramsdorfer Straße).
  • NATURSCHUTZGEBIET? Das sind Gebiete im Grünland, die sich durch weitgehende Ursprünglichkeit oder durch naturschutzfachlich besonders bedeutsame Entwicklungsprozesse auszeichnen, oder die für den Lebensraum charakteristische, seltene oder gefährdete Tier- und Pflanzenartenbeherbergen. Das Mödlinger Naturschutzgebiet auf dem Eichkogel ist weit über die Gemeindegrenzen bekannt.
  • NATURPARK? Schutzgebiete oder Teile derselben, können durch Verordnung zum Naturpark erklärt werden. Sie müssen die besondere Eignung für die Erholung und für die Vermittlung von Wissen über die Natur haben, über geeignete Einrichtungen für eine Begegnung des Menschen mit dem geschützten Naturgut, die Erstellung eines Naturparkkonzeptes, das eine naturräumliche Bestandsaufnahme, einen Landschaftspflege- und Entwicklungsplan, ein touristisches Konzept, den Beitrag des Naturparks zur Regionalentwicklung, sowie Planungen der Informations-, Bildungs- und Erholungseinrichtungen beinhaltet, verfügen. Mödling hat großen Anteil am Naturpark „Föhrenberge“.
  • BIOSPHÄREPARK? Ein Biosphärenpark ist ein Instrument zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen.Es werden Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen unterschieden. Mödling liegt im Biosphärenpark „Wienerwald“, hat keine Kernzonen und legt in seinen Entwicklungszonen besonderen Wert auf die nachhaltige Entwicklung und Schonung der natürlichen Ressourcen.
  • EUROPASCHUTZGEBIET? Das sind Gebiete, die dem Aufbau und dem Schutz des europäischen Netzes „Natura 2000“, insbesondere dem Schutz der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung und der Europäischen Vogelschutzgebiete, dienen. Basis sind die Fauna-Flora-Habitat- und die Vogelschutzrichtlinie. Mödling liegt im weitläufigen „Wienerwald-Thermenlinie“-Natura2000-Gebiet.
  • NATURDENKMAL? Naturdenkmale sind Naturgebilde, die sich durch ihre Eigenart, Seltenheit oder besondere Ausstattung auszeichnen, der Landschaft ein besonderes Gepräge verleihen oder die besondere wissenschaftliche oder kulturhistorische Bedeutung haben. In Mödling stehen der Biotop am Bahndamm, der Standort des Hornköpfchens und jener der Federnelke sowie etliche Einzelbäume unter Naturdenkmalschutz. 

Buchenwald
Weitläufige Wanderwege durchziehen den Wienerwald rund um Mödling. Bitte bleiben Sie auf diesen Wegen und behandeln Sie den Lebensraum unserer Tiere und Pflanzen mit Respekt. Auch unsere vierbeinigen Freunde sollten im Forstgebiet angeleint bleiben.

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Totholz für den Hirschkäferwald

Der Hirschkäfer zählt zu den größten und auffälligsten Käfern Europas. Er steht europaweit auf der Roten Liste der bedrohten Arten, da immer weniger Lebensräume für die Tiere vorhanden sind. Der Hirschkäfer bevorzugt Eichenwälder und benötig zur Fortpflanzung Totholz. Im Rahmen des Mödlinger Wald-Ökoprojektes wurden nun im sogenannten Brenntenmais, einem kleinen Waldstück mit einem hohen Anteil an Eichen, diese Voraussetzungen geschaffen.

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Forst-Stadtrat Dr. Leopold Lindebner (4.v.r.), Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler (3.v.l.), Mitglieder des Waldbeirates sowie die Mitarbeiter der Stadtgemeinde Mödling haben im Brenntenmais ideale Lebensbedingungen für den vom Aussterben bedrohten Hirschkäfer geschaffen.

Während bei der herkömmlichen Waldbewirtschaftung Holzreste und alte Bäume entfernt werden, wird im Hirschkäfer-Wald Totholz bewusst belassen. Denn die abgestorbenen Bäume sowie liegendes Totholz ab einem Durchmesser von rund 20 Zentimetern bieten ideale Lebensbedingungen für die Käferlarven. Durch eine Auslichtung der Bestände wird außerdem eine Verjüngung des Eichenbestandes herbeigeführt.  

Bei einem Besuch im Brenntenmais konnten sich Forst-Stadtrat Dr. Leopold Lindebner und Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler, der Leiter des Wald-Ökoprojektes, vom Erfolg der Maßnahmen überzeugen.

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Schutzorgane im Stadtwald und am Eichkogel im Einsatz.

Nicht nur im verbauten städtischen Gebiet regeln Gesetzt und Vorschriften unser Zusammenleben, auch unsere Naturräume und ihre Wildtiere sind durch ein vielfältiges Regelwerk geschützt. Da wie dort muss es staatlich befugte Organe geben, die die Einhaltung dieser Regeln überwachen und aufklärend tätig sind. Daher sind auch im Mödlinger Stadtwald und am Eichkogel Schutzorgane zur Überwachung der verschiedenen Gesetze im Einsatz. Zu kontrollieren sind insbesondere Bestimmungen des NÖ Naturschutzgesetzes 2000, des NÖ Jagdgesetzes 1974, das Umweltschutzgesetz und das Forstgesetz 1975.

Für die Stadt Mödling kommen folgende entsprechend geprüfte, beeidete und bestellte Schutzorgane zum Einsatz:

  • Dipl.-Ing. Dr. Ulla Freilinger als Umweltschutzorgan,
  • Ing. Yves Mattis als Umweltschutzorgan,
  • Norbert Rauch als Umweltschutzorgan,
  • Gerhard Mittermüller als Jagdschutz- und Forstschutzorgan
  • Günther Weinkopf als Jagdschutzorgan

Um die Schutzorgane in ihrer äußeren Erscheinung besser erkennbar zu machen, wurden für alle eigene Jacken mit entsprechender Aufschrift angeschafft. Die Jagdschutzorgane tragen an der linken Brusttasche zusätzlich das Schutzorganabzeichen der Bezirkshauptmannschaft Mödling. Auch wenn den Schutzorganen das Recht obliegt Personen zur Identitätsfeststellung anzuhalten und Jagdschutzorgane sogar Festnahmen durchführen können, werden die Schutzorgane vorwiegend informieren, aufklären und Wissen weitergeben.

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v.l.: Gerhard Mittermüller, Norbert Rauch, Ulla Freilinger, Leopold Lindebner und Günther Weinkopf mit den neuen Jacken für die Aufsichtsorgane im Mödlinger Forst.

Aus der Praxis zeigt sich, dass vor allem Hundebesitzer häufig Anlass zum Einschreiten von Schutzorganen geben. Es sei dazu bemerkt, dass nach dem NÖ Jagdgesetz 1974 Hunde, welche sich dem Zugriff des Hundehalters entzogen haben, revieren oder aktiv Wild hetzen, zu töten sind. Aber auch die Beunruhigung des Wildes ist verboten und eine solche ist in Jagdrevieren bereits beim Verlassen öffentlicher Wege nicht angeleinter Hunde gegeben. Überwachungstätigkeit ist beispielsweise auch beim Feuerentzünden, Befahren von Forststraßen, Sammeln von Pilzen und Beeren oder beim Pflücken geschützter Pflanzen gefragt.

Neben den Schutzorganen der Stadtgemeinde Mödling sind auch Mitglieder der Berg- und Naturwacht als Umweltschutzorgane im Einsatz. „Die meisten Waldbesucher halten sich an die gängigen Vorschriften, einige glauben jedoch über den Gesetzen zu stehen“, können die Schutzorgane leider auch von unangenehmen Begegnungen mit uneinsichtigen WaldnutzerInnen berichten. „Die Schutzorgane erfüllen einen wichtigen öffentlichen Auftrag. Daher appelliere ich an alle Waldbesucher, ihren Aufforderungen auch nachzukommen“, so der für den Mödlinger Forst zuständige Stadtrat Dr. Leopold Lindebner. 

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Temporäre Wasserfläche im Prießnitztal angelegt.

 

Das Prießnitztal ist ein feuchter Graben, in dem es bereits in früheren Tagen einige Tümpel gegeben hatte, die aber im Zuge verschiedener menschlicher Eingriffe verschwunden waren. Nach dem Bau eines Biotops im Jahre 1990 konnte nun eine weitere bedeutende ökologische Initiative mit der Anlage einer temporären Wasserfläche verwirklicht werden. Die Wasserfläche ist eine flache Sutte, befindet sich in Nachbarschaft zum bereits bestehenden Biotop und wurde mit einer Lehmschicht nach unten isoliert. Um die Oberflächenwässer, die bei Regen das Prießnitztal abwärts fließen, in die Sutte zu leiten, mussten eigene einfach gestaltete Gerinne als Zuflüsse angelegt werden.

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Über einfache Gerinne gelangen die Oberflächenwässer in die temporäre Wasserfläche: Bernd Skyva, Ulla Freilinger, Gudrun Foelsche, Leopold Lindebner und Norbert Rauch (v.l.) bei den Biotopanlagen im Prießnitztal.

„Die Anlage dieses Wasserbereiches ist eigentlich eine Landschaftsreparatur, weil die ehemaligen Tümpel mit diesen Maßnahmen wieder hergestellt werden“, erklärten Mag. Gudrun Foelsche und DI Bernd Skyva vom Mödlinger Schöffelverein, der maßgeblich an der Umsetzung dieses Projektes beteiligt war.

„Temporäre Wasserflächen, die sich je nach Wetterlage mit Wasser füllen aber auch austrocknen können und sollen, sind wichtige Lebensräume für Kröten, Molche und Springfrösche und beleben unsere ökologischen Vielfalt. Außerdem dient das kleine Becken als Tränke für unsere Wildtiere“, freute sich auch Stadtrat Dr. Leopold Lindebner anlässlich eines Lokalaugenscheins am 18. Mai. Ein herzliches Dankeschön für die Fördergelder ging an das Land Niederösterreich sowie an die Mödlinger Stadtgärtnerei unter Gärtnermeister Norbert Rauch für die tatkräftige Unterstützung.

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Seit 1990 besteht das Biotop im Prießnitztal und bieten unzähligen Tierarten einen wichtigen Lebensraum.

Mödlinger Biotope
Im Grünraumleitbild der Stadtgemeinde Mödling wurde 2002 die „Entwicklung ökologisch wertvoller Biotope“ als prioritär eingestuft. Neben der temporären Wasserfläche existiert seit 1990 im Prießnitztal auch ein Biotop. Dieses wurde 1990 angelegt, um der stark gefährdeten Krötenpopulation ein neues Zuhause zu bieten. Die Wasserfläche des Biotops beträgt ca. 150 m2, die Wassertiefe ist stockwerkartig bis zu einer Höchsttiefe von 1 m ausgeführt.

Dadurch entsteht anschließend an die Flachwasserzone ein Sumpfgürtel, der eine Vielfalt an Fauna und Flora ermöglicht. Bis zu 25 Libellenarten konnten festgestellt werden. Die Speisung des Kleingewässers erfolgt grundsätzlich über die Niederschläge. Lediglich extreme Niederschlagsdefizite mit negativ wirksamen Wasserspiegelschwankungen werden von außen ausgeglichen. Eine regelmäßige Pflege verhindert die Verlandung der Anlage.

BITTE UM RÜCKSICHT: Leider werden im Biotop immer wieder Goldfische ausgesetzt, die sich schnell vermehren und für die Wasserqualität schädlich sind. Auch für den Laich von Erdkröten, Fröschen und Molchen ist die Anwesenheit von Fischen unerwünscht. Wildenten verleiten Spaziergänger immer wieder, Reste des Proviants als Futter ins Wasser zu werfen, wodurch auch die Wasserqualität leidet.

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Mödlinger Stadtwald: Ein besonderer Lebensraum
mit außergewöhnlicher Multifunktionalität.

Das Jahr 2011 wurde von der UNO zum Internationalen Jahr des Waldes ausgerufen. Das Land Niederösterreich widmet seinen Waldflächen aus diesem Anlass besondere Aufmerksamkeit. Auch die Stadt Mödling weiß um die einzigartige Bedeutung ihres Stadtwaldes, der beachtliche 40 Prozent des Gemeindegebietes umfasst. Um den großen Artenreichtum zu bewahren, die intensive Nutzung durch Erholungssuchende zu ermöglichen und die Waldflächen unter ökologischen Gesichtspunkten zu bewirtschaften, wurde das Mödlinger Waldökoprojekt ins Leben gerufen. Wissenschaftlich wird das Projekt von Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler geleitet. Ihm steht ein Waldbeirat aus erfahrenen Mödlingerinnen und Mödlingern zur Seite.

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v.r.: STR Dr. Leopold Lindebner, Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Mag. Verena Sonnleitner, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner, Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler, Dr. Ulla Freilinger vom Mödlinger Umweltamt und Gärtnermeister Norbert Rauch bei der Besichtigung des Mödlinger Forstes.

Anlässlich eines Besuches von Landesrat Dr. Stephan Pernkopf am 16. März in Mödling wurde das Waldökoprojekt auch im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert. „Den Mödlinger Stadtwald kennzeichnen besonders die Vielfalt der dort beheimateten seltenen Pflanzen und Tiere, seine landschaftliche Schönheit und die intensive Freizeitnutzung“, betonten eingangs Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner und STR Dr. Leopold Lindebner als Initiator des Waldökoprojektes.

Auch Landesrat Dr. Stephan Pernkopf unterstrich die zahlreichen Funktionen, die der Wald für die Menschen erfüllt.“ „Unser Wald ist Rohstoff- und Energielieferant und hat gleichzeitig Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungswirkung. Der Wald in Niederösterreich hat großes ökologisches und ökonomisches Potential. Er ist als Kohlenstoffspeicher Klimaschützer Nummer eins auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit 23.000 Arbeitsplätzen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, so Pernkopf.

Betont wurde auch die absolute Schutzwürdigkeit des Waldes und seiner BewohnerInnen. Bereits im Winter hatte auch die Stadtgemeinde Mödling im Rahmen der NÖ-Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ auf die Rechte der Wildtiere und der seltenen Flora hingewiesen. „Unser Stadtwald umfasst rund 40% unseres Gemeindegebietes und ist prägender Bestandteil unseres Alltages. Die Natur vor der Haustüre ist aber keine Selbstverständlichkeit sondern ein Privileg. Wir Menschen müssen uns daher stets bewusst sein, dass wir im Wald nur Gäste im Lebensraum und Wohnzimmer unserer Wildtiere und Pflanzen sind und uns auch entsprechend verhalten“, so Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner, der durch Information und Aufklärung zu einer rücksichtsvollen Nutzung der einzigartigen Natur beitragen will.

Einen entscheidenden Beitrag dazu soll auch das Waldökoprojekt liefern.  

Waldökoprojekt setzt neue Maßstäbe zur Waldentwicklung

Das im Vorjahr begonnene Waldökoprojekt zum Mödlinger Stadtwald wird wissenschaftlich von ao.Univ.Prof. DI Dr. Eduard Hochbichler vom Institut für Waldbau (Universität für Bodenkultur) begleitet und befindet sich in der Fertigstellungsphase. Neu ist, das das Waldökoprojekt sämtliche Funktionen und Leistungen des Waldes unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Rahmenbedingungen (zB. Multifunktionalität; Biodiversität; Lebensraumfunktion) definiert und als Integralprojekt Entwicklungsziele vorgibt.

Ökologische Maßnahmen und Ziele: Die Naturnähe und Artenvielfalt der Waldbestände des Stadtwaldes hat größten Stellenwert. Die Waldgesellschaften werden in Richtung der potentiell natürlichen Waldgesellschaft und natürlicher Verjüngung der Altbestände entwickelt. Zwei kleinere Waldteile werden als Waldökozellen völlig sich selbst überlassen. Totholz wird zur Förderung der auf Totholz angewiesenen Pflanzen und Tiere, wie z. B. auf der Fläche des Hirschkäfervorkommens im Brentenmais, gezielt belassen.

Waldbewirtschaftung: Die Waldbewirtschaftung erfolgt im Rahmen der gewünschten Zielsetzungen und waldökologischen Aspekte. Bei der konventionellen Holzentnahme im Zuge von Waldpflegemaßnahmen wird auf eine nachhaltige Balance des Nährstoffhaushaltes besonders Rücksicht genommen. Nadel-,Blatt-, Reisig- und Astmaterial wird im Wald belassen. Anfallendes Brennholz wird einerseits als Waldhackgut im EVN-Fernheizwerk Mödling zur Wärme und Stromerzeugung verwertet, andererseits an private Haushalte in Mödling verkauft und demnach nachwachsende Energie aus Mödling in Mödling erzeugt.

Freizeit und Erholung: Zur Bedarfserhebung der Freizeit- und Erholungsnutzung im Stadtwald wurden Waldbesucher interviewt. Ein großes Angebot an Infrastrukturen wie Geh- und Wanderwege, Laufstrecken, Bikestrecken, Rastplätze, Kletterbereiche, Beschilderungen wird für die Erholungssuchende und Freizeitnutzer bereit gestellt, mögliche Nutzungskonflikte sollen vermieden werden. Dabei wird besonders auf die historische Entwicklung des Stadtwaldes und seiner Denkmäler (Husarentempel, Burg Mödling usw.) Rücksicht genommen.

Regionale – nationale und internationale Bedeutung: Das Waldökoprojekt ist auch in eine im Aufbau befindliche EU-Forschungsplattform zu Urban Forestry eingebunden, wo die Bedeutung und Behandlung von öffentlichen und stadtnahen Wäldern bearbeitet wird. Das Waldökoprojekt Mödling ist mittlerweile auch beispielgebend für andere öffentliche Wälder in der Thermenregion.

Waldbeirat: Zur Entwicklung des Mödlinger Stadtwaldes hat sich eine Gruppe engagierter Mödlingerinnen und Mödlinger mit profundem Sachverstand zum Waldbeirat zusammengefunden, sodass sämtliche im Stadtwald geplante und durchgeführte Maßnahmen quasi von den Gemeindebürgern mitgestaltet und mitgetragen werden.

Derr Mödlinger Stadtwald
Der im Westteil des Gemeindegebietes gelegene Mödlinger Stadtwald umfasst eine geschlossene Fläche von rund 350 ha und reicht von den bizzaren Felsformen der Klausen über Frauenstein und Jennyberg bis zum Matterhörndl, Husarentempel und ins Prießnitztal. Der gesamte Stadtwald befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Wienerwald, im Naturpark Föhrenberge, im Biosphärenpark Wienerwald sowie im Natura 2000-Schutzgebiet „Wienerwald-Thermenregion“.

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Lebensraum Wald: Aus dem alten Stamm der geschichtsträchtigen Breiten Föhre treiben neue Föhren-Babys, die von STR Dr. Leopold Lindebner, LR Dr. Stephan Pernkopf, Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner und Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler (v.r.) begutachtet werden.

Im Anningerforst treffen drei Vegetationszonen aufeinander, was eine beeindruckende Artenvielfalt zur Folge hat. Die Bandbreite der Gesellschaften reicht von Trockenhang-Kalkbuchenwäldern über pannonische Eichen-Hainbuchenwälder bis hin zu submediterranen Kiefernwäldern auf Dolomitstandorten. Weiter finden sich Felssteppen- und verschiedene Trockenrasengesellschaften. Prägendes Element dieser Landschaft ist die Schwarzföhre, die hier ihr nördlichstes Verbreitungsgebiet hat. Durch seine landschaftliche Schönheit und seine Lage am Stadtrand von Mödling wird der Stadtwald intensiv von Erholungssuchenden und für Freizeitaktivitäten genutzt. Die Holznutzung erfolgt durch den Forstbetrieb der Stadt Mödling.

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Stadt kooperiert mit der EVN:
Biomasse aus Stadtwald wird wertvolle Energie.

Auf Mödlings Grünflächen und im Stadtwald fallen jedes Jahr große Mengen an Schnitt- und Derbholz an. Dieses minderwertige Holz wurde bisher kostenpflichtig entsorgt. In Zusammenarbeit mit der EVN hat STR Dr. Leopold Lindebner nun einen Weg gefunden, diesen Rohstoff in wertvolle Energie zu verwandeln. Denn ab sofort wird dieses Holz im Biomassefernheizwerk der EVN in Fernwärme oder Naturstrom umgewandelt. „Durch die Verwertung unseres Derb- und Schnittholzes im Biomasseheizwerk haben wir einen optimalen Weg gefunden, um Rohstoffe aus Mödling in wertvolle Energie für unsere Mödlingerinnen und Mödlinger umzuwandeln“, freut sich Dr. Leopold Lindebner über das nachhaltige Umweltprojekt.

Günther Hagen und Leopold Lindebner präsentieren das Holz für die Energiegewinnung.
DI Günter Hagen (l.) und STR Leopold Lindebner (r.) freuen sich über die neue Zusammenarbeit von EVN und Stadtgemeinde Mödling, die eine optimale energetische Verwertung von Derb- und Schnittholz aus dem Stadtwald im Biomasseheizwerk Mödling ermöglicht.

Seit 2006 ist das Biomassefernheizwerk Mödling in Betriebe. Es verarbeitet Waldhackgut aus der Region und produziert Strom für rund 10.000 Haushalte und große Mengen Wärme in das Mödlinger Fernwärmenetz. Jetzt liefert auch die Stadtgemeinde Mödling bis zu 1.500 Schüttraummeter Holz aus der Durchforstung des Stadtwaldes und der Parkanlagen. Mödling leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Nutzung heimischer Rohstoffe. Denn bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen haben. Dieser Energieträger wird daher auch als CO2-neutral bezeichnet.

Neben der ökologischen Effizienz kann sich die Stadt auch über weitere positive Effekte freuen. „Einerseits vermindert sich unser Arbeitsaufwand im Forstbetrieb und andererseits können wir aus dem Verkauf der Biomasse auch Einnahmen lukrieren“, so Lindebner. Trotz des Verkaufes wird aber auch in Zukunft genügend Totholz im Wald verbleiben, um das ökologische Gleichgewicht dieses sensiblen Lebensraumes zu erhalten.

Linktipp: www.evn.at 

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Respektiere Deine Grenzen:
Wir Menschen sind im Wald nur Gäste!

Der Wald ist der Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Wir Menschen sind in diesem Naturraum nur Gäste und sollten uns auch dementsprechend verhalten. Mit der Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ will das Land Niederösterreich nun auf das richtige Verhalten im Wald aufmerksam machen. Im Bezirk Mödling wurde die Kampagne mit Unterstützung von NR Mag. Gertrude Aubauer, Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner, Bezirkshauptmann Dr. Phillipp Enzinger, Bezirks-Jägermeister Hans Taschler und Stadtrat Dr. Leopold Lindebner am 24. Jänner gestartet.

Dabei wurde eingangs auf die besondere Bedeutung der Forstgebiete im Raum Mödling hingewiesen. „Wir leben hier an einem Schnittpunkt von Ballungsraum und Naturraum mit einer sehr intensiven Freizeitnutzung unserer Waldgebiete“, erklärte STR Dr. Leopold Lindebner. Wanderer und Spaziergänger gehören daher ebenso zu den WaldnutzerInnen wie Jogger oder Mountainbiker. „Jeder, der hier lebt, freut sich an der Natur und soll diese auch nutzen können“, umschrieb BH Dr. Philipp Enzinger den hohen Erholungswert unserer Grünräume.

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v.r.: Hans Stefan Hintner, Hans Taschler, Gertrude Aubauer, Philipp Enzinger und Leopold Lindebner bitten alle Sportler und Erholungssuchenden um und schonende Nutzung unserer Naturräume und einen respektvollen Umgang mit unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt.

Dies aber mit Einschränkungen, denn die Natur ist eigentlich der Lebensraum unserer heimischen Tiere und Pflanzen. Die Nutzung der Wälder durch den Menschen muss daher dort ihre Grenzen haben, wo die Lebensbedingungen unserer Wildtiere und Pflanzen eingeschränkt werden. „Es geht um ein Miteinander von Natur und Mensch sowie gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme“, appellierte NR Mag. Gertrude Aubauer an alle WaldnutzerInnen.

Wildtiere brauchen Rückzugsmöglichkeit
In erster Linie benötigen Wildtiere Ruhe und Rückzugsgebiete. Der verantwortungsvolle Sportler und Erholungssuchende sollte daher auf den vorgegebenen Wegen bleiben. Besonders sensible Zeiten sind der Winter im Allgemeinen sowie die Dämmerung. Denn in der kalten Jahreszeit leben viele Wildtiere am Limit. Jede Fortbewegung kostet Kraft. Panik, Flucht und Stress können die Tiere daher an den Rand des Zusammenbruches führen. Und mit der Dämmerung beginnt die aktive Zeit vieler Wildtiere und die Nahrungssuche.

Daher sollten sportliche Aktivitäten während der Dämmerungs- und Nachtzeit im Wald vermieden werden. Zu einer verantwortungsvollen Waldnutzung zählt natürlich auch die Einhaltung der Gesetze, insbesondere bei der Hundehaltung. Zu Tode gehetzte und verwundete Wildtiere zählen leider auch im Raum Mödling zum traurigen Ergebnis einer falsch verstandenen Tierliebe. Aber auch die zunehmende Verschmutzung der Wälder gibt Anlass zur Sorge. „Ein Picknick im Wald oder auf einer Wiese ist eine wunderbare Sache. Es sollte aber selbstverständlich sein, den eigenen Schmutz auch wieder mitzunehmen“, betonte Bürgermeister Hintner. Denn der Abfall stelle nicht nur eine optische Belästigung sondern auch eine Gefahrenquelle für Mensch und Tier dar.

„Dass die Menschen unserer Region ihren Wald lieben und den Naturraum direkt vor der eigenen Haustüre sehr schätzen, steht außer Zweifel. Manchmal sind es Gedankenlosigkeit oder Unwissen, die uns in Konflikt mit unserer Umwelt bringen. Daher wollen wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass ein paar einfache Verhaltensregeln ausreichen, um im Wald ein gerngesehener und rücksichtsvoller Gast zu sein“, fasste Bürgermeister Hintner die Botschaft der Kampagne zusammen.

Linktipp: http://www.naturparke.at/de/Naturparke/Niederoesterreich/Foehrenberge

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Mödling - das botanische und zoologische Herzen Europas

Der Reiz Mödlings und seiner Umgebung geht nicht nur von einem malerischen historischen Stadtbild und bizarren Landschaftsformen aus, sondern auch von einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt, die nur in unserem Raum in dieser Form nebeneinander existiert.

Wissenschaftler und Blumenliebhaber von nah und fern kommen gerne nach Mödling, um die Vielfalt, die Kostbarkeiten und Raritäten, die hier oft ihr letzten Refugium gefunden haben, zu erleben.

Die Mannigfaltigkeit ist auf unterschiedliche klimatische, morphologische und geologische Umstände zurück zu führen. Und so abwechslungsreich wie die Lebensbedingungen der Pflanzen ist auch die Geschichte des Pflanzenwuchses im Mödlinger Raum.

Einige Arten, wie die Schwarzföhre und ihre pflanzlichen Begleiter, können bis in die Tertiärzeit, die vor etwa 1,8 Millionen Jahren zu Ende ging, zurückdatiert werden. Auch andere Spezies haben sich während der Eiszeiten und der dazwischen liegenden Warmzeiten hier in klimatisch günstigen Inseln erhalten

Diese Biodiversität darf nicht durch Unwissenheit und Gleichgültigkeit beeinträchtigt werden. So unternehmen wir gemeinsam alles, dass die Artenvielfalt unserer Region bekannt und die Einzigartigkeit der Naturschönheiten des Mödlinger Raums vor Augen geführt wird.

Seit 2010 ist Mödling „vielfaltleben“-Gemeinde und behütet die bedeutendsten Naturkleinodien:

  • Ein Hauch von Mittelmeer und Orient … Naturschutzgebiet Eichkogel
  •  Geschichten aus dem Wienerwald … Mödlinger Stadtwald
  • Fantasie anregende Wildnis … Feuchtbiotop im Prießnitztal
  • Ein Paradies im Herzen der Stadt … Bauerngarten im Volkskundemuseum
  • Klein aber kostbar… Biotop am Bahndamm
  • Vom Wildbach zum Wohlfühlgewässer … Mödlingbach
  • Vielfalt und Tradition … Mödlinger Weinbauschutzgebiet

Hier mehr: Datei herunterladen: PDFFolder Naturerleben

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