Hitzeaktionsplan

Stadt rüstet sich für die Folgen der Klimakrise.

Hier finden Sie alle aktuellen Informationen über den Mödlinger Hitzeaktionsplan.


Preisreduktion im Stadtbad bei Hitzewelle

Erste Maßnahme des Hitzeaktionsplans.

Anfang Juli beauftragte Bürgermeisterin Silvia Drechsler angesichts der massiven Hitze und der zu erwartenden Zunahme derartiger Extremwetterereignisse das Gesundheitsreferat unter Stadtrat Stephan Schimanowa mit der Koordination eines umfassenden, referatsübergreifenden kommunalen Hitzeplans. Darüber hinaus wurde entschieden Kindergärten und Schulen schrittweise klimatauglicher zu machen. „Unter Einbindung der Mödlinger Mittelschul- und Sonderschulgemeinde wird das gut gelingen“, so Drechsler.  

Eine Gruppe von Menschen, die Schilder halten

Neben mittel- und längerfristigen Maßnahmen wurde nun auch eine Hitzeaktion ins Leben gerufen, die bereits jetzt umgesetzt werden kann. Auf Anregung des zuständigen Stadtrats Markus Gilly und Stadtbaddirektor Mehmed Alajbeg werden die Eintrittskarten des Stadtbades Mödling heuer ab 35 Grad im Raum Mödling auf das Niveau von Kindertickets gesenkt. „Es darf nicht vom Einkommen abhängen, ob sich Menschen bei hoher Hitze sich in einer kommunalen Freizeiteinrichtung abkühlen können“, erklärt Mödlings Bürgermeisterin. „Wir konnten die Besucherzahlen sowie die Umsätze in den letzten Jahren sukzessive erhöhen. Auch heuer sind wir über dem Niveau des Vorjahres, so dass sich die Stadt diese Maßnahme auch leisten kann“, informieren Gilly und Alajbeg.

Weitere Punkte des Hitzeplans sind in Planung und werden Schritt für Schritt umgesetzt. „Als Stadt sind wir in der Verantwortung, auf die Klimaveränderungen mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren. Wir können stolz sein, dass wir in Niederösterreich dabei eine Vorreiterrolle übernehmen“, so Hitzeplan-Koordinator Stadtrat Stephan Schimanowa und Stadträtin Barbara Kreuzer abschließend.

Gemeinsam unsere Lebensgrundlage Trinkwasser schützen

Schützen wir gemeinsam unsere wichtigste Ressource.

Gerade in heißen Zeiten mit sinkenden Grundwasserpegeln ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit unserem Trinkwasser ganz besonders wichtig. Das wissen natürlich auch Bürgermeisterin Silvia Drechsler, Vizebürgermeister Rainer Praschak und der zuständige Stadtrat Markus Gilly, die an dieser Stelle noch einmal einen dringenden Aufruf gegen die Verschwendung von Trinkwasser starten. 

Eine Gruppe von Menschen mit GläsernSchonender Umgang mit Trinkwasser ist ein Gebot der Stunde! Von links: Vizebürgermeister Rainer Praschak, Bürgermeisterin Silvia Drechsler und Infrastruktur-Stadtrat Markus Gilly rufen zum sorgsamen Umgang mit unserer wichtigsten Lebensressource auf.

„Jede und jeder von uns kann einen Beitrag leisten: Nutzen wir Wasser mit Bedacht und vermeiden wir unnötigen Verbrauch. So helfen wir gemeinsam, diese wertvolle Ressource zu schützen und auch für kommende Generationen zu erhalten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!“, so die Stadtverantwortlichen. 

Das Wasserwerk empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Verzicht auf ein wiederholtes Befüllen von Pools und Whirlpools
  • Reduzierung des Betriebes von Rasensprengern und automatischen Bewässerungsanlagen auf ein Minimum
  • Verzicht auf die Reinigung von Terrassen, Einfahrten und Autos mit Trinkwasser

Linktipps: Tipps zum (Trink)-WassersparenWasserwerk Mödling

Startschuss für Mödlinger Hitzeaktionsplan

Die Klimakrise ist auch in Mödling längst spürbar, nicht erst seit den knapp 40 Grad Ende Juni. „Die zunehmende Hitze wird für die Bevölkerung zu einer immer größeren Gefahr, die die Gesundheit belastet und gefährdet. Daher ist die Anpassung an die neuen Gegebenheiten durch die globale Erwärmung enorm wichtig“, stellt Bürgermeisterin Silvia Drechsler klar. 

Die Stadtgemeinde Mödling unternimmt viel, um selbst bis ins Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Doch dies reicht längst nicht mehr aus. Aus diesem Grund wurde das Gesundheitsreferat unter Stadtrat Stephan Schimanowa beauftragt, alle bisherigen Aktivitäten der Stadt zusammenzuführen und in Kooperation mit der Verwaltung einen Hitzeplan für Mödling auszuarbeiten. Dazu fiel nun der Startschuss, um die Bevölkerung bestmöglich auf zukünftige Hitzeperioden vorzubereiten. In einem ersten Schritt trafen sich alle wesentlichen Vertreter:innen aus Stadtverwaltung und Politik, um bestehende Informationen sowie Pläne zusammenzuführen. „Gemeinsam wird jetzt der Status Quo erhoben sowie Best Practice-Beispiele aus anderen Gemeinden gesichtet und auf Mödling umgelegt“, informiert Schimanowa. 

Eine Gruppe von Menschen, die Händchen haltenGesundheits-Stadtrat Stephan Schimanowa, Sonderschulgemeinde-Obfrau Gemeinderätin Nicole Kolar, Vizebürgermeister Rainer Praschak, Mittelschulgemeinde-Obfrau Gemeinderätin Sabine Karl-Moldan und Stadtrat Michael Danzinger (von links) arbeiten gemeinsam am Hitzeaktionsplan für Mödling. 

Kühle Räume im ganzen Stadtgebiet geplant

So soll es ein Netz von „Kühlen Räumen“ über ganz Mödling geben, in dem sich Personen kostenlos aufhalten können. Erste Gespräche mit möglichen Partner:innen gibt es bereits. Die wertvollen, bestehenden Angebote der Kirchen sollen hier natürlich ebenfalls weiter genutzt werden. 

Ebenfalls wichtig sind zusätzliche Kühlungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum - durch zusätzliche Beschattung, neue beschattete Sitzgelegenheiten oder Wasserstellen. Nach dem Vorbild der Stadt Baden soll auch die Wirtschaft ins Boot geholt werden und Betriebe gekennzeichnet werden, in denen kostenlos Trinkwasserflaschen aufgefüllt werden können.

Zusätzlich wird die Installierung eines Kälte-Telefons oder ähnlicher Dienstleistungen verbunden mit einem Shuttledienst für die vulnerablen Bevölkerungsgruppen geprüft. Alle Maßnahmen sollen in weiterer Folge auf allen zur Verfügung stehenden Kommunikationskanälen der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. 

Klimatisierung von Kindergärten und Schulen

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Kühlung der Schulen und Kindergärten. Erste Kostenschätzungen werden bereits eingeholt, um die Gebäude schnellstmöglich und nach Dringlichkeit zu klimatisieren. Da auf vielen Kindergärten bereits PV-Anlagen installiert sind, wäre der Betrieb auch kostensparend möglich. Auch die Mittelschul- und Sonderschulgemeinde wissen um die Notwendigkeit der Klimatisierung ihrer Gebäude. Sie unterstützen nicht nur die Bestrebungen der Stadtgemeinde, sondern sind wichtige Partner in der Umsetzung des Hitzeaktionsplans. „Gemeinsam wollen wir die Klimatisierung unserer Bildungseinrichtungen umsetzen. Es ist eine Initiative für unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte“, meint die Obfrau der Mittelschulgemeinde Gemeinderätin Sabine Karl-Moldan.

Klima-Stadtrat und Vizebürgermeister Rainer Praschak betont abschließend, dass Hitzevorsorge „längst keine Zukunftsfrage mehr ist, sondern eine konkrete und vor allem gegenwärtige Aufgabe für unsere Stadt ist. Wir arbeiten daher an einem Bündel von Maßnahmen und dort, wo es notwendig ist auch an technischen Lösungen wie die Klimatisierung von Kindergärten und Schulen. Gerade Kinder, aber auch ältere Personen brauchen in besonders heißen Wetterphasen unseren besonderen Schutz“.Eine Gruppe von Menschen, die auf der Treppe stehtKick-Off zum Hitzeaktionsplan: Stadtrat Stephan Schimanowa mit Gemeindeschwester Katharina Aigner, Sozialamtsleiterin Doris Hickelsberger, Stadtplanungs-Referatsleiterin Marita Widmann, Energie-Beauftragter Daniel Rotter, Facility Management-Abeteilungsleiter Stellvertreter Klaus Pilz, Lukas Schäfer vom Zivil- und Katastrphenschutz Mödling und Sicherheitsbeauftragter Christian Fröhlich (von links)


Linktipps: 

Energieberatung NÖ:
Tipps gegen Hitze in der Wohnung | Energie in Niederösterreich

Innenräume kühl halten: Tipps gegen Sommerhitze

GeoSphere Austria:
Wetterprognose Österreich

Land NÖ/Notruf NÖ:
Offizielle Hitzewarnung des Landes Niederösterreich | Notruf Niederösterreich

Complexity Science Hub:

HitzeCheck: Gesundheit & Lebensraum