Jahresbericht der Mödlinger Jugendarbeit

WAGGON und MOJA ziehen Bilanz. 

Der WAGGON ist eine niederschwellige Jugendberatungsstelle der Kinder- und Jugendhilfe des Landes NÖ, sowie als NÖ-Jugendsuchtberatungsstelle etabliert. Außerdem erfüllt er die Kriterien einer Familienberatungsstelle. Am 7. Juni präsentierte der Waggon gemeinsam mit der MOJA (Mobile Jugendarbeit) ihren Jahresbericht für das Jahr 2023. Jugend-Stadtrat Stephan Schimanowa bedankte sich bei den Verantwortlichen für ihre wertvolle Arbeit: „Ich sage Danke für die wichtige und professionelle Arbeit.“

Die Zahlen der Beratungen sind konstant bis leicht steigend. 2023 wurden 1202 Gespräche zu 69 Prozent mit männlichen und zu 31 Prozent mit weiblichen Klientinnen und Klienten durchgeführt. Es gab 2083 Kontakte im niederschwelligen Treff-Bereich. Davon 1543 mit männlichen Jugendlichen und 540 mit weiblichen. Zusätzlich gab es 72 Onlinekontakte. „Diese Zahlen beweisen einmal mehr, wie notwendig das Angebot einer niederschwelligen Beratungsstelle für die Zielgruppe ist“, heißt es im Jahresbericht. Zusätzlich bemüht sich der Verein für Jugendarbeit, Jugendliche auch außerhalb der Beratungsstelle persönlich zu begleiten, sei es zum AMS, Arztterminen/Krankenhaus, Polizei-/Gerichtstermin etc. Gerade dieses Angebot macht sichtbare Fortschritte und Erfolge in vielen Betreuungen erstmals möglich, da diese Termine von Jugendlichen alleine oft nicht gemeistert werden können.

Fred Kuntz et al. mit ZertifikatenDavid Klammer (MOJA), Martina Niederreiter (WAGGON) und Herbert Aschauer vom Verein Tender bei der Jahresbericht-Präsentation mit Jugend-Stadtrat Stephan Schimanowa (von links).

Infos über den Waggon

Die zentrale Lage ermöglicht der Einrichtung, Jugendliche und junge Erwachsene direkt am Ort des Geschehens anzutreffen. Durch die zentrale Lage auf vielen täglichen Schul- und Arbeitswegen lädt der WAGGON Besucherinnen und Besucher ein hineinzugehen, die Angebote kennenzulernen und in der Folge auch in Anspruch zu nehmen. Die Kontakte mit den Jugendlichen und deren Angehörigen können auf Wunsch immer anonym verlaufen, sie werden nur auf freiwilliger Basis abgehalten und sind für die Betroffenen immer kostenlos. Der Zugang zur Beratungsstelle soll für die alle so niederschwellig wie möglich sein. Die bedeutet, dass der Waggon während der Öffnungszeiten für alle offensteht.

Mobile Jugendarbeit spürt die Unsicherheiten bei Jugendlichen

Auch die Mobile Jugendarbeit MOJA präsentierte ihren Jahresbericht für Mödling. Es wurden im Vorjahr 944 Kontakte zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen gezählt, davon 254 Erstkontakte. Insgesamt war für die MOJA die Unsicherheit aufgrund der anhaltenden weltweiten Krisen und Kriegen spürbar. Die Freizeitangebote der Mobilen Jugendarbeit wurden erneut sehr gut angenommen. Zusätzlich konnte die digitale Jugendarbeit über soziale Medien ausgebaut werden und damit Infos zu konkreten Themen angeboten werden.