Knappe Niederlage für Football-Rangers

Es gibt Spiele, die keinen Verlierer verdient haben. 

Das Duell zwischen den ASKÖ Mödling Rangers und den Styrian Bears war eines davon. In einer hochklassigen und intensiven Begegnung zweier absolut ebenbürtiger Mannschaften mussten sich die Rangers nach großem Kampf geschlagen geben. Über weite Strecken entwickelte sich das Spitzenspiel der AFL Division 1 wie erwartet. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe und schenkten einander keinen Zentimeter Raum. Jeder Yard musste hart erarbeitet werden, jeder Punkt wurde mit vollem Einsatz erkämpft.

Die Rangers-Offense zeigte dabei eine ihrer stärksten Saisonleistungen und fand immer wieder Antworten auf die Herausforderungen der Gastgeber. Mehrfach gelang es den Niederösterreichern, sich zurückzukämpfen und die Partie offen zu halten. Alvaro Molano war mit drei erzielten Touchdowns bester Passempfänger der Rangers. Lange Zeit war kein Unterschied zwischen den beiden Spitzenteams der Division erkennbar. Überschattet wurde die Begegnung kurz vor der Regenpaus von der Verletzung von Rangers-Defensive Back Luis Dvoracek, der nach einem Zusammenprall medizinisch versorgt werden musste. Die Erleichterung war nach dem Spiel groß: Dvoracek konnte das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen.

Eine Gruppe von Footballspielern auf einem SpielfeldSebastian Dietz setzt sich gegen die Bears-Offense zur Wehr.

Zusätzliche Dramatik erhielt die Partie nach der 30-minütige Regenunterbrechung. Nach der Wiederaufnahme fanden die Gastgeber im strömenden Regen etwas besser zurück in den Rhythmus und konnten sich erstmals leicht absetzen. Die Rangers gaben sich jedoch nicht geschlagen und kämpften sich immer wieder zurück in Schlagdistanz.

Am Ende fehlte den Mödlingern trotz einer herausragenden Teamleistung das letzte Quäntchen Glück, um das eigene Können auf dem Platz unter Beweis zu stellen. Was blieb, war ein Football-Abend, der Werbung für die AFL Division 1 machte und zeigte, warum beide Mannschaften zu den stärksten Teams der Liga gehören. Headcoach Benjamin Bräuer fasste es wie folgt zusammen: “Wie erwartet war es ein hartes und intensives Spiel. Leider haben uns eigene Fehler geschadet und den Bears in die Hände gespielt. Wir wissen, wo sie liegen und werden sie bis zum nächsten Spiel analysieren und abstellen.”

Für die Rangers gilt es nun, den Fokus auf die kommenden Aufgaben zu richten. Bereits in zwei Wochen wartet vor heimischem Publikum die nächste wichtige Herausforderung: die Revanche-Partie gegen die Vienna Vikings II. Die Niederlage mag schmerzen. Die gezeigte Leistung bestätigt jedoch, dass die Rangers weiterhin zu den Top-Teams der Division zählen und ihre Saisonziele fest im Blick haben.