Mit Südwind die Schoko-Herstellung erforschen

Der Schokolade auf der Spur - Workshop in der Stingl Schule.

Einblicke in die globale Reise der Schokolade erhielten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Karl Stingl Volksschule. Beim Südwind-Workshoptag „Der Schokolade auf der Spur“, organisiert in Kooperation mit der Fairtrade-Stadt Mödling, lernten die Kinder gemeinsam mit Südwind-Referentin Monika Schneider-Mendoza mehr über Kakaoanbau, globale Lieferketten und fairen Handel.

Schokolade gehört für viele Menschen zum Alltag: In Österreich werden jährlich rund 8,5 Kilogramm pro Kopf verputzt. Europa und die USA beanspruchen rund 75 Prozent des weltweiten Kakaokonsums. In den Ländern, in denen Kakao angebaut wird, ist Schokolade hingegen nur selten ein Genuss. Im Workshop begaben sich die Schülerinnen und Schüler  mit Südwind-Referentin Monika Schneider-Mendoza auf Spurensuche: Wie sieht eine Kakaofrucht aus? Und aus welcher alten Sprache stammt unser Wort für Schokolade?

Kinder posieren für ein Foto

Der Großteil der Kakaobohnen, die österreichische Unternehmen einkaufen, stammt aus Ghana und der Elfenbeinküste. Millionen Kleinbäuer:innen arbeiten dort unter schwierigen Bedingungen. Kinderarbeit, niedrige Einkommen und die Folgen des Klimawandels stellen große Herausforderungen dar. Nur rund 6,6 Prozent des Verkaufspreises einer Schokoladentafel bleiben bei den produzierenden Kleinbäuer:innen. Laut FAIRTRADE ist die Kakaoernte in den wichtigsten Anbauländern zuletzt um rund 30 Prozent zurückgegangen.

Zum Abschluss wurden die Schülerinnen und Schüler selbst kreativ: Sie stellten gemeinsam Schoko-Pralinen mit fair gehandeltem Kakaopulver aus dem Weltladen her. Die Kinder waren sich am Ende einig: Wer viel Arbeit leistet, soll auch fair dafür bezahlt werden.