Mödling startet Projekt zur Wassersicherheit

Überlegungen für eine sichere Zukunft starten

Das Jahr 2026 ist bisher eines der niederschlagärmsten Jahre in der gesamten Messgeschichte. Im ersten Halbjahr betrug das Niederschlags-Defizit in Niederösterreich 43 Prozent, ein großer Teil der Grundwasser-Messstellen weisen einen niedrigen oder sogar sehr niedrigen Grundwasserspiegel auf. 

Diese Zahlen haben dazu geführt, dass die Stadtgemeinde Mödling das Thema Wassersicherheit in den Fokus stellt. Markus Gilly, Stadtrat für städtische Betriebe, leitet das Projekt „Zukunft.Wasser.Sicherheit“ und beleuchtet die Wasserversorgung der Stadt, das Einsparungspotenzial sowie neue Nutzungsmöglichkeiten. Gilly betont: „Derzeit haben wir noch keine Probleme mit der Wasserversorgung. Aber auch wir sehen schon, dass wir zu Spitzenzeiten an die Grenzen kommen.“

Bürgermeisterin Silvia Drechlser und Vizebürgermeister Rainer Praschak: „Unser Ziel muss es sein, vorausschauend zu handeln und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um unsere Wasserversorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Dabei geht es sowohl um zusätzliche Wasserressourcen als auch um einen verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Wasser“, lautet das gemeinsame Ziel der Gespräche. Eine Gruppe von Menschen sitzt um einen Tisch und hält SchilderOndrej Krajcik, Stadtrat Markus Gilly, Christoph Pfeiffer, Bürgermeisterin Silvia Drechsler, Michael Heindl, Vizebürgermeister Rainer Prachak, Benjamin Mayer, Yves Mattis, Peter Lichtenöcker und Lukas Schäfer (von links) bei der ersten Arbeitssitzung zur Wassersicherheit in Mödling.

Erste Arbeitssitzung der Projektgruppe

Am 23. September fand die erste Arbeitssitzung zum Thema statt. Mit dabei waren Mitarbeiter:innen verschiedener Abteilungen der Stadt Mödling. Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung und zum sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Austauschs. 

Ein Schwerpunkt wird auf die Wasser-Kreislaufwirtschaft gelegt. Geprüft werden soll, ob und welches Wasser für die Bewässerung der Gärtnerei oder die Reinigung von Anlagen eingesetzt werden kann. Auch Möglichkeiten zur Speicherung von Wasser auf der Kläranlage sowie die Nutzung von Regenwasser und geeigneten Speichern werden untersucht.

Gleichzeitig soll der Wasserverbrauch nach Möglichkeit reduziert werden. Bei zukünftigen Bepflanzungen soll verstärkt auf hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen gesetzt werden. Für den Ernstfall will die Stadt künftig auch gerüstet sein und erarbeitet einen Plan für die Notversorgung.

Umsetzungsschritte in Ausarbeitung

Die weiteren Schritte sollen nun hinsichtlich technischer Machbarkeit, Kosten, rechtlicher Rahmenbedingungen und ökologischer Auswirkungen geprüft werden. Auch der Erfahrungsaustausch mit der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes NÖ, anderen Gemeinden und Fachunternehmen soll dabei verstärkt genutzt werden.