Stadt reagiert auf Bürger:innen-Wünsche: Umsetzung erfolgt schrittweise.
Filmbeitrag zur Infoveranstaltung in der Stadtgalerie am 14. Jänner 2026
Plakate zum Download:
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Erster Schritt: Moderate Ausweitung und Vereinheitlichen der blauen Zone – weitere Lösungen nur auf evidenzbasierten Daten
Im Rahmen eines Pressegespräches stellten der zuständige Verkehrsstadtrat Tim Pöchhacker (Grüne) und Stadtrat den aktuellen Stand des Parkraum-Konzeptes vor.
Nach Auswertung der mehr als 500 Rückmeldung der zahlreichen Bürger:innen-Informationsveranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen im Dezember des vergangenen Jahres soll nun schrittweise vorgegangen werden.
Mit einer moderaten Ausweitung und zeitlichen Vereinheitlichung der blauen Zone rund ums Zentrum wird ein erster Schritt gesetzt. Dies wurde notwendig, weil der Parkdruck vor allem im Zentrumsbereich angestiegen ist und in Mödling derzeit ein Fleckerlteppich aus verschiedenen uneinheitlichen Kurzparkregelungen im Zentrum besteht.
Tim Pöchhacker und Stephan Schimanowa präsentieren den ersten Schritt des neuen Parkraum-Konzeptes.
Ausnahmegenehmigungen für Anrainer:innen ohne eigenen Stellplatz.
„Die neue maximale Parkdauer beträgt drei Stunden und Anrainer:innen ohne eigenen Stellplatz können pro Haushalt eine Ausnahmegenehmigung um 90 Euro pro Jahr zuzüglich gesetzlich verpflichtender Abgaben erhalten“, erklärte Tim Pöchhacker. Bei einem Antrag für zwei Jahre fallen die zusätzlichen Abgabegebühren nur einmal an. Stephan Schimanowa ergänzte. „Wir wollen Lösungen für reale Probleme erreichen. Wir hören dabei auf Expert:innen, erheben aktuelle Daten und setzen vor allem im Dialog auf die Rückmeldung der Bürger:innen!“
In der Blauen Zone wird auf zahlreichen Wunsch der Wirtschaftstreibenden die bewährte Regelung der gebührenfreien Mittagspause zwischen 12 und 14 Uhr beibehalten. Die Vereinheitlichung auf drei Stunden erfolgte ebenfalls auf Wunsch der Wirtschaft. Zudem soll mit der Einführung eines Parkleitsystems die bessere Lenkung von Parkplatzsuchenden erreicht werden. „Wir versuchen, noch heuer einen Parkplatz als Pilot-Projekt kameratechnisch entsprechend auszurüsten. So erfahren Besucher:innen unserer Innenstadt, wo der nächste Parkplatz frei ist“, so Pöchhacker.
Mögliche Szenarien für die nächsten Schritte.
Folgender Zeitplan ist angedacht: Der erste Schritt mit der Ausweitung soll im März im Gemeinderat beschlossen und entweder vor oder nach dem Sommer in Kraft treten. Danach folgt eine Evaluierung der neuen Zone mit laufenden Erhebungen im gesamten Stadtgebiet von Mödling, um den Bedarf für weitere Maßnahmen auch in Wohngebieten zu erheben. Auf Grundlage dieser Daten werden nächste Schritte angesetzt. „Immer in Abstimmung und Dialog mit der Bevölkerung“, betonen Pöchhacker und Schimanowa.
„Wir wollen von der Mehrheit der Mödlinger:innen getragene Entscheidungen evidenzbasiert und in Abstimmung mit den Bürger:innen treffen. So kommen wir mit der nötigen Datenbasis Schritt für Schritt zu einem funktionierenden und breit getragenem Gesamtsystem“, so die beiden Politiker abschließend. Der jetzige Vorschlag wurde einigen Mödlinger Wirtschaftstreibenden sowie der Arbeiter- und Wirtschaftskammer vorab präsentiert und positiv aufgenommen.