Vernissage der Schau "Entfremdete Realität"

Weitere hochkarätige Ausstellung im kunstraumarcade eröffnet. 

Eine neue, spannenden Ausstellung zum Thema "Brutalismus" in der Architektur und Kunst wurde am 30. Mai im kunstraumarcade im Beethovenhaus eröffnet. Niemand geringerer als Dr. Berthold Ecker, der Kurator des Wien Museums übernahm die Werkeinführung der Künstler:innen. Kulturstadtrat Stephan Schimanowa, der einmal der die Eröffnung vornahm, zeigte sich auch diesmal begeistert von der künstlerischen Qualität der Arbeiten. "Danke an das großartige kunstraumarcade-Team, das Jahr für Jahr hochkarätige Künstler:innen nach Mödling bringt!"

Eine Gruppe von Menschen, die vor einer Skulptur stehenVernissage der Schau "Entfremdete Realität" im kunstraumarcade. Von links: Berthold Ecker, Kamen Startchev, Robert Svoboda, Gerlinde Thuma, Kulturstadtrat Stephan Schimanowa und Desislava Unger.

Svoboda Robert (*1959 in Wien) und Startchev Kamen (*1971 in Sofia) sind in ihren Arbeiten wie Registratoren, die im Spannungsfeld zwischen Skulptur – Architektur bzw. Natur und Digitalisierung ohne Polemik die Entfremdung des Menschen von der Realität thematisieren. Realitätsferne ist ein Phänomen, das auch die Beschleunigung der Entropie auf unserem Planeten befördert.

Robert Svoboda zeigt skulpturale Objekte, Reminiszenzen an die Architektur des Brutalismus gegen Ende der 1940er Jahre. Durch die Einbeziehung von lebenden Grünpflanzen in seine kleinen festungsartigen Stahl-Betonskulpturen beinhalten sie zugleich eine aktuelle Kritik an den Pseudobegrünungen von Großstadtbauten.

Kamen Startchev hingegen verweist in seinen großformatigen Grafiken mit einer extrem reduzierten Farbigkeit und Schwarzweiß – Kontrasten durch die digitale Bearbeitung von teils realen oder konstruierten Objekten und Naturelementen in sequenzieller Aufsplitterung auf eine entfremdete Realität.

 Linktipp: Entfremdete Rrealität