Robert Svoboda (*1959 in Wien) und Kamen Startchev (*1971 in Sofia) sind in ihren Arbeiten wie Registratoren, die im Spannungsfeld zwischen Skulptur - Architektur bzw. Natur und Digitalisierung ohne Polemik die Entfremdung des Menschen von der Realität thematisieren. Realitätsferne ist ein Phänomen, das auch die Beschleunigung der Entropie auf unserem Planeten befördert. Svoboda zeigt skulpturale Objekte, Reminiszenzen an die Architektur des Brutalismus gegen Ende der 1940er Jahre. Durch die Einbeziehung von lebenden Grünpflanzen in seine kleinen festungsartigen Stahl-Betonskulpturen beinhalten sie zugleich eine aktuelle Kritik an den Pseudobegrünungen von Großstadtbauten. Startchev hingegen verweist in seinen großformatigen Grafiken mit einer extrem reduzierten Farbigkeit und Schwarzweiß – Kontrasten durch die digitale Bearbeitung von teils realen oder konstruierten Objekten und Naturelementen in sequenzieller Aufsplitterung auf eine entfremdete Realität.
Eröffnung: 30. Mai, 18 Uhr; durch Dr. Berthold Ecker, Kunsthistoriker Wienmuseum
Informationen unter +43 664 7675143 oder +43 699 126 20 779 und www.kunstraumarcade.at
Öffnungszeiten bis 27. Juni: Fr: 15 bis 18 Uhr und Sa: 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.